Verschärfung der Erdbebennorm aufgrund einer Angleichung an europäische Regelungen – Auswirkungen auf Karlsruher Bauvorhaben

Anfrage

1. Welcher Sachstand liegt der Stadtverwaltung über die voraussichtliche Verschärfung der Erdbebennorm aufgrund einer Angleichung an europäische Regelungen vor?

2. Welche Auswirkungen wird die voraussichtliche Verschärfung auf städtische Bauvorhaben und die Baukosten haben?

3. Gibt es unterschiedliche Auswirkungen der Norm auf die einzelnen Stadtteile?

4. Welche Auswirkungen ergeben sich auf die Vorhaben zur Nutzung von Geothermie?

 

Sachverhalt/Begründung

Das Risiko für die einzelnen Gebiete in Baden-Württemberg, von einem Erdbeben betroffen zu sein, wird neu bewertet. Eine entsprechende Einstufung wurde im Jahr 2018 als Entwurf vorgelegt. Derzeit wird sie vom Deutschen Institut für Normung geprüft (die Badischen Neuesten Nachrichten berichteten am 05.11.2020 zuletzt darüber).

Karlsruhe ist von dieser Neueinstufung direkt betroffen und würde von der Erdbebenzone 1 in die Erdbebenzone 3 wechseln. Dies bedeutet für Neubau- und Umbauvorhaben eine Erhöhung der Baukosten: Mit der höheren Einstufung gehen umfassendere Anforderungen an Stabilisierungsmaßnahmen beziehungsweise an die Bauweise einher.

 

Unterzeichnet von:
Stadtrat Tilman Pfannkuch
sowie CDU-Gemeinderatsfraktion