Teilnahme an Projekten zur CO2-Kompensation

Anfrage

1. Welchen finanziellen Betrag hat die Stadt Karlsruhe bisher in regionale, nationale und internationale Projekte zur Kompensation von CO2 investiert? Wie viele Tonnen CO2 wurden dadurch kompensiert?

2. Für welche Aktivitäten/Bereiche werden Kompensationen geleistet?

3. Für welche Aktivitäten/Bereiche bietet es sich an, Kompensationen zu erhöhen, weil zum Beispiel kurzfristig keine eigene signifikante CO2-Reduktion zu erwarten ist?

4. Ist die Stadt Karlsruhe der vom Bundesministerium für Zusammenarbeit und Entwicklung initiierten Allianz für Entwicklung und Klima beigetreten? Und falls nein, bis wann erfolgt der Beitritt?

5. In welcher Form wird sich die Stadt Karlsruhe in die neu gegründete Klimaschutzstiftung des Landes Baden-Württemberg einbringen?


Sachverhalt/Begründung

Die CDU-Fraktion will – zusätzlich zu der städtischen Strategie zur Einsparung von CO2-Emissionen –die Kompensation von CO2 vorantreiben.
Wenngleich CO2-Kompensationen im Klimaschutz der Stadt Karlsruhe nur eine „nachrangige“ Rolle zukommen, hat die Verwaltung Kompensationsmöglichkeiten mit Verweis auf den Karlsruher Klimafonds keine grundsätzliche Absage erteilt (Vorlage Nr. 2020/0473).

Die Bedeutung von Kompensationen für die weltweite Reduktion von CO2 ist unumstritten. Der Bund, d.h. das Bundesministerium für Zusammenarbeit und Entwicklung, hat bereits vor einiger Zeit die Allianz für Entwicklung und Klima initiiert. Die Projekte der Allianz beinhalten die Mitwirkung an hochwertigen Entwicklungs- und Klimaschutzprojekten in Entwicklungs- und Schwellenländern.
Die Stadtverwaltung hat im Frühling 2020 auf den Antrag der CDU Fraktion festgehalten, dass im Zusammenhang mit Kompensationen eine „Kooperation mit dem Bundesministerium für Zusammenarbeit und Entwicklung“ beim Ausbau und der Weiterentwicklung des Karlsruher Klimafonds „befürwortet und mit einbezogen“ werde (Vorlage Nr. 2020/0473).

Auch das Land Baden-Württemberg setzt mittlerweile auf Kompensationen, um etwa Klimaneutralität in der Verwaltung zu erreichen. Zu diesem Zweck wurde zum 1. Januar 2021 die Klimaschutzstiftung Baden-Württemberg mit Grundkapital ausgestattet. Gefördert werden mit der Verzinsung des Grundkapitals die Forschung und Entwicklung sowie Bildungsprojekte im Bereich Klimaschutz. Das Land, Kommunen, Unternehmen, alle Bürgerinnen und Bürger sowie Kinder und Jugendliche können über Kompensationszahlungen ihre CO₂-Emissionen ausgleichen und werden so klimaneutral. Dazu wird die Stiftung zertifizierte CO₂-Kompensationsprojekte in Baden-Württemberg, Europa und weltweit initiieren. Die Projekte der Klimaschutzstiftung stehen auch allen Landkreisen, Städten und Gemeinden in Baden-Württemberg offen, die klimaneutral werden möchten.

Unterzeichnet von:
Stadtrat Tilman Pfannkuch
sowie CDU-Gemeinderatsfraktion