Anfrage: Stellennachbesetzungen bei der Stadt Karlsruhe

Anfrage

  1. Die Stadtverwaltung erteilt Auskunft darüber, wie viele genehmigten Stellen derzeit unbesetzt sind.
  2. Sie stellt dar, in welchen Bereichen die Stellen fehlen.
  3. Die Stadtverwaltung führt weiterhin aus, woran es aus ihrer Sicht liegt, dass diese Stellen nicht besetzt sind.

Sachverhalt/Begründung

Im Haushaltsplan 2022/2023 der Stadt Karlsruhe ist nachzulesen, dass von 5.995,95 Planstellen für das Jahr 2021, nur rund 5.547,70 Stellen zum 30.06.2021 tatsächlich besetzt waren. Anlass unserer Anfrage sind Berichte, in denen längst genehmigte Vorhaben, bis dato noch nicht umgesetzt werden konnten, weil eine Stellenbesetzung sich zeitlich stark verzögert hat.

Aus diesem Grund möchten wir zum einen wissen, was der aktuelle Stand der Stellenbesetzungen ist. Zum anderen möchten wir in Erfahrung bringen, in welchen Bereichen die größten personellen Engpässe liegen und welche Projekte sich dadurch in der Umsetzung verzögern. Dabei stimmen uns die vergangenen Berichte in den Badischen Neuesten Nachrichten über mangelnde Termine bei den Bürgerdiensten bedenklich, auch wenn hier mittlerweile eine Verbesserung eingetreten ist. Wir blicken auch mit Sorge auf die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung: irgendjemand muss die Aufgaben abarbeiten und im Zweifelsfall bleibt ein Mehr an Arbeit an denjenigen hängen, die bereits da sind.

Schließlich möchten wir eine Einschätzung haben, woran es aus Sicht der Stadt liegen könnte, dass so viele Stellen unbesetzt sind. Sind die Aufgabenbereiche für die Stellen so speziell, dass es kaum Fachleute gibt, die diese Stellen ausfüllen können? Ist die Besoldung ein Problem? Ist der Arbeitsmarkt leergefegt? Sind die Mieten in Karlsruhe zu teuer? Wir wären dankbar für einen Einblick in die Strategie der Stadt, hier entgegenzuwirken und verweisen auch auf unsere Position aus den Haushaltsberatungen: wenn wir nicht genug Geld haben, dann müssen wir zum Schutz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Aufgaben reduzieren.

Unterzeichnet von:
Stadtrat Detlef Hofmann
Stadträtin Karin Wiedemann
sowie CDU-Gemeinderatsfraktion