Theaterhaus und Prinz-Max-Palais

Die CDU-Fraktion im Karlsruher Gemeinderat beantragt:

  1. Die Stadtverwaltung stellt die baulichen und strukturellen Mängel an den Gebäuden Kaiserallee 11 (Theaterhaus) und Karlstraße 10 (Prinz-Max-Palais) dar.
  2. Die Stadtverwaltung überprüft, ob diese Gebäude in den Zuständigkeitsbereich der Karlsruher Fächer GmbH (KFG) übertragen werden.

Sachverhalt/Begründung:

Beide Gebäude weisen nach Information der CDU-Fraktion sowohl baulich als auch strukturell Mängel auf, die die Arbeit der dort verorteten Kulturinstitutionen in gravierendem Maße beeinträchtigen.

Aufgrund anderer, dringenderer Aufgaben aus dem Bereich der Pflichtaufgaben der städtischen Hochbauverwaltung werden die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen immer wieder verschoben, weil personelle Ressourcen fehlen. Darunter leiden nicht nur die Kulturinstitutionen, sondern langfristig betrachtet auch die Gebäude.

Die CDU-Fraktion möchte daher überprüft wissen, ob diese Gebäude nicht sinnvollerweise bei einer städtischen Gesellschaft geführt werden können. Die Karlsruher Fächer GmbH hat sich in den zurückliegenden Jahren seit ihrer Gründung intensiv mit der Sanierung, Unterhaltung und Bewirtschaftung denkmalgeschützter Gebäude befasst. Überschneidend dazu ist sie als Vermieterin verschiedener kultureller Institutionen (z. B. der Stadtbibliothek im Ständehaus) im Umgang mit Kulturschaffenden als Mieter vertraut.

Dies bietet zudem noch Vorteile aus Sicht des kommunalen Haushalts. Die Unterstützungsleistungen der Stadt Karlsruhe können sich auf rein institutionelle oder monetäre Förderungen beschränken, welche direkt im Kulturetat verortet werden können. Die gebäudebezogenen Aufwendungen entstehen nicht im Haushalt der Stadt Karlsruhe. Diese werden alleine durch die KFG getragen und refinanzieren sich durch Mieteinnahmen aus Mietverträgen, die direkt mir den Kulturinstitutionen geschlossen werden.

Die CDU-Fraktion möchte mit ihrem Antrag einerseits die notwendigen baulichen Maßnahmen an den beiden benannten Gebäuden auf den Weg bringen, andererseits aber auch klarer herausstellen, welche Förderung auch die kleineren Kulturinstitutionen in Karlsruhe erhalten.