Antrag: Reallabor – Nördliche Karlstraße verlängern

Antrag

Die CDU-Gemeinderatsfraktion Karlsruhe beantragt:

• Die Stadtverwaltung verlängert das für Sommer 2022 geplante Reallabor in der nördlichen Karlstraße von acht auf mindestens zwölf Wochen.

Sachverhalt/Begründung

Vor der notwendigen Umgestaltung der oberirdischen Haltestelle „Europaplatz“ in der Kaiserstraße und ihrer Verlegung in die nördliche Karlstraße sollen die dadurch wirksamen verkehrlichen Restriktionen in einem Reallabor erprobt werden. Zu den verkehrlichen Restriktionen zählt insbesondere die Sperrung der Durchfahrt der Karlstraße für den motorisierten Individualverkehr. Dies soll laut Beschlussvorlage 2022/0111 im Rahmen eines Reallabors im Sommer 2022 für acht Wochen erprobt werden.

Wir als CDU-Fraktion halten den kurzen Erprobungszeitraum von acht Wochen für ungünstig: Das Reallabor fällt in die Sommerferien, was sich auf die Validität des Feldversuchs auswirken wird. Schließlich ist das Verkehrsaufkommen im Stadtgebiet während der Sommerferien erwiesenermaßen reduziert. Diese Situation entspricht demnach nicht dem Jahresdurchschnitt. Dennoch soll dieser Zeitabschnitt dafür herangezogen werden, um Aussagen darüber zu treffen, wie sich die Sperrung der Karlstraße auf die Verlagerung von Verkehren auf das umliegende Straßennetz auswirkt.

Unserer Ansicht nach sollte das Reallabor zu einem Zeitpunkt durchgeführt werden, wenn eine maximale Bewegung aller Verkehrsarten stattfindet. Daher beantragen wir, dass das Reallabor von acht auf mindestens zwölf Wochen verlängert wird. Die gleiche Erhebungsdauer findet etwa auch beim Reallabor zum „Verkehrsversuch Herrenalber Straße / Rüppurr“ Anwendung. Da die Ergebnisse des Feldversuchs in der Karlstraße ausgewertet werden müssen und im Herbst 2022 dem Gemeinderat vorgestellt werden sollen, sollte das Reallabor vorverlegt werden und idealerweise sechs Wochen vor und sechs Wochen in den Sommerferien stattfinden.

Unterzeichnet von:
Stadtrat Detlef Hofmann
Stadtrat Tilman Pfannkuch
Stadtrat Dirk Müller
Stadträtin Karin Wiedemann
sowie CDU-Gemeinderatsfraktion