Antrag: Bahn frei für Schwimmvereine!

Antrag

Die CDU-Gemeinderatsfraktion Karlsruhe beantragt:

1. Die Stadtverwaltung fragt bei den Organisatoren von Schwimmkursen, z.B. Schwimmvereinen oder der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), Kapazitäten zur Durchführung von zusätzlichen Schwimmkursen in Hallenbädern an. Dies soll für diejenigen Zeiten gelten, die bislang für den öffentlichen Badebetrieb reserviert waren, nun jedoch aufgrund des Personalmangels hinfällig geworden sind, weil die Hallenbäder in den Sommermonaten zum Teil geschlossen werden müssen.
2. Die Stadtverwaltung prüft, ob zusätzlich zu den bereits jetzt in Aussicht gestellten Lösungen für die DLRG und andere Schwimmvereine die Möglichkeit besteht, den Schwimmvereinen Wasserflächen der in den Sommermonaten ungenutzten Hallenbäder zu überlassen.

Sachverhalt/Begründung

Bereits vor der Corona-Pandemie hat eine repräsentative forsa-Umfrage ermittelt, dass fast 60 Prozent aller Zehnjährigen keine guten Schwimmer sind (https://www.deutschlandfunk.de/forsa-umfrage-schwimmfaehigkeit-unter-kindern-nimmt-ab-100.html). Der Anteil der Nichtschwimmer dürfte sich in den Pandemiejahren 2020/2021 noch einmal deutlich erhöht haben. Schließlich sind im Jahr 2020 allein in Karlsruhe weitaus mehr als die Hälfte aller Kurse des Kinderanfängerschwimmens und des Schulschwimmens pandemiebedingt ausgefallen (Stellungnahme zu Vorlage-Nr. 2021/0261). Seit dem Rückgang des Infektionsgeschehens – einhergehend mit einer fortgeschrittenen Immunisierung der Bevölkerung und der Rücknahme von Schutzmaßnahmen – können Schwimmkurse wieder in vollem Umfang stattfinden. Ausgerechnet jetzt kommt auf die Stadt Karlsruhe jedoch ein nicht unerheblicher Personalmangel zu, weswegen der öffentliche Badebetrieb der Hallenbäder in Neureut, Grötzingen und Durlach während der Freibadsaison voraussichtlich eingestellt werden muss.

In dieser Situation erachten wir es als sinnvoll, anderen Akteurinnen und Akteuren wie etwa der DLRG die Gelegenheit zu geben, ihr Kursangebot auch auf diejenigen Zeiten auszuweiten, die bislang für den öffentlichen Badebetrieb reserviert waren. Wir als CDU-Fraktion begrüßen es, dass die Stadtverwaltung bereits Gespräche mit dem Ziel geführt hat, Vereinen mehr Kapazitäten einzuräumen. Darüberhinausgehend beantragen wir, dass die Stadtverwaltung in enger Absprache mit den maßgeblichen Akteurinnen und Akteuren (z. B. Freundeskreise und Fördervereine der Bäder sowie DLRG) prüft, wie die Kapazitäten der Hallenbäder zur Durchführung von Schwimmkursen noch weiter ausgeweitet werden können.

Unterzeichnet von:
Stadtrat Detlef Hofmann
Stadtrat Sven Maier
Stadträtin Karin Wiedemann
sowie CDU-Gemeinderatsfraktion