CDU-Fraktion: Mehr legale Flächen für Graffiti und Street Art in Karlsruhe

Die CDU-Fraktion hat einen Antrag mit dem Ziel gestellt, dass die Stadtverwaltung prüft, ob neben den bestehenden weitere öffentliche Flächen als legale Graffitiflächen und Plätze für Street Art ausgewiesen werden können.
„Als tolerante Stadt muss Karlsruhe offen für kulturelle Vielfalt sein und neben der traditionellen Kunst auch jungen Menschen Raum für ihre künstlerische Ausdrucksform bieten“, betont der kulturpolitische Sprecher der Fraktion, Stadtrat Dr. Albert Käuflein. Er und die CDU-Fraktion sähen in Graffitis und Street Art eine Chance, den öffentlichen Raum zu verschönern und zu gestalten, sofern diese legal sind. Damit dies gelingen könne, müssten den Künstlerinnen und Künstlern genug genehmigte Flächen zur Verfügung stehen, so dass diese die Zeit hätten, an ihren Werken zu arbeiten. „Wer nachts unter Zeitdruck und Angst vor Entdeckung eine Fläche bearbeitet, wird selten ein ansehnliches Ergebnis erzielen und macht sich zudem wegen Sachbeschädigung strafbar, deren Beseitigung viel Geld kostet“, erklärt der sicherheitspolitische Sprecher der Fraktion, Stadtrat Jan Döring. Als Beispiel für illegale Sprühkunst führt die Fraktion die Hirschbrücke an, deren Optik stark unter den Sprühereien leide. “Wir erhoffen uns, dass durch ein Mehr an legalen Flächen das Eigentum der Karlsruher besser vor Sachbeschädigung geschützt wird“, so Jan Döring.
Häufig wird der Oberbegriff „Urban Art“ für die verschiedenen Typen von künstlerischen Erzeugnissen im öffentlichen Raum, wie Graffiti oder Street Art verwendet. Graffitis sind Bilder, Schriftzüge oder Zeichen, gerne auch Namen, die zumeist mittels Sprühdosen aufgetragen werden. Bei der Street Art steht zumeist der Bildanteil, der zum Beispiel mittels Schablonen aufgetragen wird, im Vordergrund. Gegenwärtig sind in Karlsruhe Flächen entlang der Alb und am Messplatz für Graffiti legal freigegeben.
„Urban Art hat vieles mit der traditionellen Kunst gemein. Die Werke setzen sich oftmals kritisch mit gesellschaftlichen Themen auseinander und regen zur Diskussion an. Da damit gerade junge Menschen erreicht werden, halte ich es für wichtig, auch diese Form der Kunst zu fördern. Aus diesem Grund wollen wir von der Verwaltung geprüft haben, ob sich Karlsruhe als Austragungsort für einen Wettbewerb eignet“, so abschließend Dr. Albert Käuflein.