CDU-Fraktion zu Besuch im Menschenrechtszentrum

„Das Menschenrechtszentrum in Karlsruhe ist einzigartig in Deutschland“, freut sich Stadträtin Karin Wiedemann, stellvertretende Fraktionsvorsitzende. Zu Gründungszeiten vor 20 Jahren trafen die damaligen Institutionen noch auf Skepsis in der Bevölkerung. Heute können alle Institutionen von einem großem Rückhalt und einer enormen Hilfsbereitschaft der Karlsruherinnen und Karlsruher berichten.

Bei dem Besuch wurde auch über Probleme gesprochen, die den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern Sorgen bereiten. Darunter die lange Bearbeitungszeit der Anträge und die Tatsache, dass die Kinder in der LEA (Landeserstaufnahmestelle) nicht beschult werden. „Recht und Pflicht zum Schulbesuch zählen zu den großen sozialen Errungenschaften in unserem Land, trotzdem gibt es Kinder in unserer Stadt, die monatelang nicht zur Schule gehen, das ist nicht in Ordnung,“ so Stadtrat Dr. Albert Käuflein, der kulturpolitische Sprecher der Fraktion.

„Willkommenskultur wird heute in Karlsruhe gelebt und gezeigt. Diese Entwicklung macht mich einmal mehr stolz, Karlsruherin zu sein“, so abschließend Stadträtin Karin Wiedemann. Sie und ihre Fraktion zeigten sich erfreut über das große und vielfältige Hilfsangebot, das im Menschenrechtszentrum von insgesamt acht Institutionen angeboten wird. Gemeinsames Stricken und Fahrräderreparieren, Beratung im Umgang mit Ämtern, Hilfe wenn jemand wegen seiner Hautfarbe beleidigt wird, Deutschkurse, gemeinsame Ausflüge ins Landesmuseum und so weiter. In schlimmen Fällen wird sogar Psychotherapie angeboten, wenn Flüchtlinge zum Beispiel durch Folter in der Heimat traumatisiert sind. Den neuen Lerncontainer, wo an Computerstationen Deutsch gelernt werden kann, haben die Fraktionsmitglieder gleich selbst ausprobiert und für gut empfunden.

Im Menschenrechtszentrum Karlsruhe sind acht Institutionen unter einem Dach. Amnesty international, der Verein zur Unterstützung traumatisierter Migranten, der Jugend- und Kulturverein Karlsruhe, der Freundeskreis Asyl Karlsruhe e.V., das Mennonitische Hilfswerk, Caritas, die Antidiskriminierungsstelle und die Flüchtlingshilfe.