In Karlsruhe weichen Parkplätze für Radspuren

CDU-Fraktion bezieht Stellung zu der Radroute 15

Die CDU-Gemeinderatsfraktion Karlsruhe begrüßt den Ausbau der neuen Radroute 15, die die Oststadt mit Hagsfeld verbindet. Auch, dass die Baumaßnahmen an die Baustellensituation in der Umgebung angepasst werden sollen wird begrüßt. Gleichermaßen bedauert die Fraktion, dass hierdurch Parkplätze für den ruhenden Verkehr gerade in der Oststadt wegfallen, um den Radweg zu verbreitern.

Tilman Pfannkuch, Fraktionsvorsitzender der CDU im Karlsruher Gemeinderat betonte: „Wichtig und richtig ist es, dass sich die Fahrradfahrer in unserer Stadt frei und vor allem sicher bewegen können. Jedoch muss eine solche bauliche Maßnahme die Ausnahme bleiben und ist nur zulässig, wenn es für die Verkehrssicherheit auf der Radroute unumgänglich ist. Der Radverkehr und motorisierte Individualverkehr müssen aufeinander abgestimmt werden. Wenn der Radverkehr bevorzugt wird, nur um Karlsruhe im Städtevergleich nach vorne zu treiben, und wenn es letztendlich darum geht, den Kfz-Verkehr zu vergraulen, zeigt die CDU-Fraktion das Stoppsignal.“

Die prognostizierte Zunahme der individuellen Mobilität und besonders die Weiterentwicklung des autonomen Fahrens werden noch nicht abschätzbaren Einfluss haben. Es werden vielen verschiedenen Gruppen durch diesen Fortschritt neue Möglichkeiten zur Fortbewegung geboten. Als Reaktion darauf werden die Zahlen der ÖPNV-Nutzung sinken und es muss mit einem Anstieg des motorisierten Individualverkehrs gerechnet werden, wodurch sich die Parkplatzsituation wieder verschärfen wird.

„Das Auto ist der Verkehrsträger, auch in Städten ist es nicht wegzudenken. Digitalisierte und elektromobilisierte Autos sind auf dem Vormarsch und nicht mehr nur einer kleinen Minderheit zugänglich. Die Frage ist also, wo sollen bei voraussichtlich wieder zunehmenden Verkehr Fahrzeuge abgestellt werden. Es ist nicht zielführend Parkplätze wegfallen zu lassen, ohne dafür alternative Möglichkeiten zu finden. Gerade vor dem Hintergrund der städtischen Wohnraumverdichtung wird uns dieses Vorgehen eines Tages vor die Füße fallen“, ergänzt Thorsten Ehlgötz, verkehrspolitischer Sprecher.

Tilman Pfannkuch
Thorsten Ehlgötz