Ausbau des Radwegenetzes in Karlsruhe

Pressemitteilung

Karlsruhe, den 28.08.2020

CDU-Fraktion: „Pop-up-Radwege sind Experimente, dauerhafte Radwege müssen geplant werden.“

„In Karlsruhe haben wir bereits ein gutes Radwegenetz. Dieses sollte die Verwaltung unter Berücksichtigung der anderen Verkehrsteilnehmer weiterentwickeln“, äußert sich Fraktionsvorsitzender Tilman Pfannkuch vor dem Hintergrund, dass am Wochenende eine sogenannte „PopUp Bikelane“ in der Hans-Thoma-Straße eingerichtet werden soll. Dabei wird eine Autospur temporär in einer Fahrradspur umfunktioniert. „Ich bin selbst passionierter Radfahrer und kann das Bestreben des Bündnisses, das den Fahrradverkehr in Karlsruhe besser gestalten möchte, gut nachvollziehen. Wir sollten dabei aber nicht vergessen, dass sich Karlsruhe im Vergleich mit anderen Großstädten bereits auf einem guten Niveau beim Ausbau des Radwegenetzes befindet. Leider wird in der Diskussion um den Radwegenetzausbau immer wieder das Fahrrad gegen das Auto ausgespielt. Dies sehe ich kritisch. Wir benötigen ein abgestimmtes Verkehrskonzept für Karlsruhe, das alle Verkehrsteilnehmer berücksichtigt und bei dem besonders die Verkehrssicherheit gewährleistet ist.“

„Große Erwartungen setzt die CDU-Fraktion in das Mobilitätskonzept für die Innenstadt, das jetzt angelaufen ist und bis Ende des kommenden Jahres Ergebnisse vorlegen soll. Bis dahin sind auch einige Baustellen der Kombilösung abgebaut, so dass dort neue Routen und Verkehrslösungen entwickelt werden können“, führt Pfannkuch weiter aus.

Stadträtin Karin Wiedemann ergänzt: „Wir haben uns den Pop-up-Radweg auf der Kaiserstraße zwischen dem Europaplatz und dem Kaiserplatz angeschaut. Ich muss sagen, dass mich dieser Radweg ganz und gar nicht überzeugt hat. Der Autoverkehr wurde komplett auf die Straßenbahngleise gedrängt. An dieser Stelle ist es wahrscheinlich zielführender, wenn die ursprüngliche Problematik, dass die dortigen Radwege durch Parken in der zweiten Reihe blockiert werden, mit Nachdruck unterbunden wird. Gespannt bin ich auf den Pop-up-Radweg am Wochenende in der Hans-Thoma-Straße. Dort ist sicherlich eine bessere Lösung für den Radverkehr notwendig. Nichtsdestotrotz sollten Radwege gut geplant sein, um Konflikte mit anderen Verkehrsmitteln und –teilnehmern möglichst zu reduzieren.“