Wederplatz: Probleme angehen, nicht nur darüber reden

CDU-Fraktion fordert Ausweitung des Alkoholkonsumverbots

„Die Probleme auf dem Werderplatz wollen wir jetzt angehen und nicht noch einmal darüber reden“, eröffnet stellvertretender Fraktionsvorsitzender Dirk Müller. „Im Jahr 2018 hat der Gemeinderat ein Maßnahmenpaket verabschiedet: unter anderem ein Alkoholkonsumverbot von April bis Oktober, eine personelle Stärkung der Sozialarbeit, den Alkohol-Akzeptierenden-Aufenthaltsraum (A³), den Drogenkonsumraum sowie weitere Aufklärungs- und Substitutionsangebote. Dennoch reißen die Beschwerden aus der Südstadt nicht ab. Im Gegenteil, die Anwohnerinnen und Anwohner wie auch die Gewerbetreibenden berichten immer wieder von den untragbaren Zuständen vor Ort. Trotz bestehendem Verbot wird auf dem Werderplatz tagsüber weiterhin offen konsumiert. Vandalismus, Verunreinigungen, Lärmbelästigungen, Ordnungswidrigkeiten und Straftaten sind nach wie vor an der Tagesordnung. Offensichtlich sind die bisher getroffenen Gegenmaßnahmen nicht mehr ausreichend.“

„Das wollen wir ändern und haben daher im Sinne der Anwohnerinnen und Anwohner einen Antrag eingereicht“, fügt Fraktionsvorsitzender Detlef Hofmann hinzu. „Unserer Ansicht nach sollte das Konsumverbot werktags schon dann gelten, wenn der A³ seine Pforten öffnet, um den Konsumenten eine Ausweichmöglichkeit zu geben. Außerdem beantragen wir die räumliche Ausweitung des Konsumverbots. Neben dem Werderplatz wollen wir einen Teil der Werderstraße sowie die Marienstraße zwischen Luisen- und Schützenstraße in den Geltungsbereich aufnehmen.“

„Dass wir etwas ändern müssen, scheinen auch die GRÜNEN erkannt zu haben, die jetzt die Reaktivierung der ehemaligen Arbeitsgruppe (AG) Werderplatz beantragen. An sich freuen wir uns ja, dass die GRÜNEN den Ernst der Lage endlich erkannt haben. Nicht umsonst haben wir jahrelang um Unterstützung geworben. Was die Menschen in der Südstadt jedoch nicht benötigen, ist eine weitere Arbeitsgruppe, die weiterhin nur darüber redet. Vor Jahren war die AG Werderplatz opportun. Mittlerweile haben wir den Anwohnerinnen und Anwohnern jedoch genug Geduld und Verständnis abgerungen. Die Situation hat sich nicht entschieden verbessert. Daher müssen wir jetzt konkreter werden“, so Müller abschließend.