Regionalverkehr zwischen Karlsruhe und Stuttgart stärken
CDU-Fraktion fordert vom Land mehr Kapazitäten auf der Strecke
„Ausgerechnet zwischen 6:00 und 7:00 Uhr morgens fährt der RE1 nur einmal in der Stunde nach Stuttgart. Das wollen wir ändern“, eröffnet Fraktionsvorsitzender Detlef Hofmann. „Schließlich ist der Zug ab Durlach oftmals schon völlig überfüllt. Tag für Tag erleben viele Pendler, dass sie keinen Sitzplatz bekommen, in den Gängen stehen müssen oder überhaupt nicht mehr zusteigen können. Das ist einfach nicht zumutbar, aber eben Realität auf einer der wichtigsten Bahnstrecken in Baden-Württemberg.“
„Die Nachfrage nach mehr Kapazitäten im ÖPNV ist längst da. Das machen die regelmäßig veröffentlichten Fahrgastzahlen der Deutschen Bahn für den Regionalverkehr deutlich“, ergänzt Stadträtin Bettina Meier-Augenstein. „Aus unserer Sicht ist es daher eine deutliche Fehlplanung, wenn der RE1 innerhalb der Hauptpendlerzeit nur einmal in der Stunde fährt. Auch außerhalb dieses Zeitfensters sollte sich das Angebot mehr am Bedarf der Menschen orientieren. Wer nämlich will, dass mehr Leute ihr Auto freiwillig stehen lassen und auf die Bahn umsteigen, muss dafür sorgen, dass der ÖPNV nicht nur ökologisch sinnvoll, sondern auch attraktiv und zuverlässig ist. Dazu braucht es funktionierende Verbindungen und eine bessere Taktung.“
„Deshalb fordern wir jetzt: dichtere Takte, längere Züge, zusätzliche Verbindungen und mehr Doppelstock-Waggons – den ganzen Tag über. Das kann die Stadt nicht alleine bewerkstelligen, dafür ist das Land verantwortlich. Per Antrag fordern wir die Verwaltung daher auf, sich beim Verkehrsministerium und der baden-württembergischen Nahverkehrsgesellschaft für mehr Kapazitäten einzusetzen“, so Hofmann abschließend. „Wer Staus auf Autobahnen vermeiden will, muss für gute Verbindungen im ÖPNV sorgen. Denn so wirklich viel Spaß macht die A8 bei Pforzheim im Moment nun auch nicht.“