Entwicklungskonzepte für die Patenschaft der Stadt Karlsruhe mit dem Nationalpark Schwarzwald und die Mitgliedschaft im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord

Antrag – zur Vorberatung im Fachausschuss

  1. Die Stadtverwaltung entwickelt Konzepte für die Ausgestaltung unserer Patenschaft mit dem Nationalpark Schwarzwald und unserer Mitgliedschaft im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord.
  2. In das Entwicklungskonzept für die Karlsruher Stadtteile, die Mitglied des Naturparks sind, soll ergänzend das Ziel der Umstellung auf ökologische Landwirtschaft aufgenommen werden. Es ist zu prüfen, ob es perspektivisch die Möglichkeit gibt, die wertvolle Kulturlandschaft gemeinsam mit dem Landkreis Karlsruhe zu einer vom Land geförderten Bio-Musterregion weiterzuentwickeln.
  3. Die beiden Entwicklungskonzepte werden in einer der nächsten Sitzungen des Umweltausschusses vorgestellt. Dabei wird auch berücksichtigt, ob und in welcher Höhe finanzielle Mittel für die Umsetzung erforderlich sind.
Begründung/Sachverhalt

In der Zeit der Corona-Pandemie haben die Bürger*innen in der Region Erholung und Entspannung in der Natur erlebt. Die Wertschätzung für die schöne Natur- und Kulturlandschaft und der Stellenwert für den Erhalt der Biodiversität sind dadurch gestiegen. Er gilt nun, auch in Zukunft dieses Bewusstsein weiter aufrecht zu erhalten. Dazu können auch attraktiv ausgestaltete Kooperationsprojekte mit dem Schwarzwald beitragen. Wir GRÜNE setzen uns für einen zeitnahe Erstellung der Konzepte ein.

Patenschaft mit dem Nationalpark Schwarzwald

Bereits am 14. Mai 2015 hat die Stadt Karlsruhe eine Patenschaft mit dem Nationalpark Nordschwarzwald abgeschlossen. https://www.nationalpark-schwarzwald.de/de

Dabei wurden ambitionierte Ziele bereits im Patenschaftsvertrag festgelegt. Dazu gehören u. a. die Zusammenführung von umwelt- und naturpädagogischen Angeboten der Stadt und des Nationalparks und die Fortentwicklung und Verknüpfung sanfter und umweltschonender Verkehrs- und Tourismuskonzepten sowie eine Sensibilisierung für unterschiedliche Ansätze des Naturschutzes im urbanen Raum und im Nationalpark (https://web3.karlsruhe.de/Gemeinderat/ris/bi/vo0050.php?__kvonr=33943).

Bislang ist den gemeinderätlichen Gremien noch kein konkretes Entwicklungskonzept dazu vorgestellt worden. Sowohl auf der Seite des Nationalparks als auch auf der städtischen Seite sind auch noch keine Hinweise auf gemeinsame Kooperationsprojekte oder gemeinsame Aktivitäten zwischen unserer Stadt und dem Nationalpark zu finden. Möglicherweise gibt es schon vereinzelte Angebote, die aber noch nicht bekannt sind. Wir GRÜNE setzen uns dafür ein, dass ggf. bereits bestehende Kooperationen gebündelt und weitere Ziele zu einem Gesamtkonzept erarbeitet werden. Eine besondere Rolle soll dabei die gewünschte Verzahnung von naturpädagogischen Angeboten mit den Angeboten des Nationalparks spielen. Um den regionalen Tourismus zu stärken, können wir uns auch sehr gut Kombinationspakete von Kultur und Natur in Verbindung mit nachhaltigen Verkehrskonzepten vorstellen.

Mitgliedschaft im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord

Am 7. Januar 2021 ist Karlsruhe Portalgemeinde des Naturparks Schwarzwald Mitte/Nord geworden. Unsere Ortsteile Durlach, Hohenwettersbach, Stupferich, Wettersbach und Wolfartsweier sind jetzt Teil des größten Naturparks Deutschlands: https://naturparkschwarzwald.de/naturpark_ev/verein/.

Neben dem Zeichen der Verbundenheit unserer Stadt mit dem Schwarzwald sollen der Erholungswert verbessert, das natürliche und kulturelle Erbe erhalten sowie die „Naturpädagogik und Öffentlichkeitsarbeit“ gestärkt werden.

Wir GRÜNE setzen uns dafür ein, dass die Umstellung auf ökologische Landwirtschaft ebenfalls im Entwicklungskonzept berücksichtigt wird. Denn in diesen Ortsteilen besteht noch weitgehend die traditionelle Kulturlandschaft mit landwirtschaftlichen Betrieben. Es bietet sich an, gemeinsam mit dem Landkreis Karlsruhe eine Bio-Musterregion zu bilden, sobald die diese weiter ausgebaut werden.

Unterzeichnet von:

Renate Rastätter, Christine Weber, Zoe Mayer, Christine Großmann

Gemeinderatssitzung 23.03.21: verwiesen in Ausschuss für Umwelt und Gesundheit.

Die Antwort der Stadtverwaltung wurde akzeptiert und damit für erledigt erklärt.

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