Programminformationen


Vorschau 2022

Mai 2022 Alle Texte einblenden

Do, 19.5.2022 | 19 Uhr | Lesung und Gesprächsrunde | Eintritt frei

Amour Fou: 850 Jahre im Dialog. Liebespassion in deutsch- und französischsprachigen Literaturen

Von Tristan bis Werther, von Isolde bis Elsa Triolet über Manon Lescaut oder Effi Briest... Das Motiv der Liebe ist in der deutschen und französischsprachigen Literatur seit dem Mittelalter zentral. Diese zweisprachige Lesung zeigt dies durch Auszüge aus unterschiedlichen Epochen und bietet jeweils eine Einführung zu den Autoren sowie deutsche Übersetzungen der französischen Texte.
De Tristan à Werther, d’Isolde à Elsa en passant par des Grieux ou Effi Briest... La passion amoureuse n’a cessé d’exercer sa fascination dans les littératures de langues française et allemande depuis le Moyen-Âge. Cette lecture commentée fera résonner de grands textes de la passion amoureuse dans les deux langues. Les extraits seront précédés de courtes introductions, et les textes français seront accompagnés d’une traduction en allemand.
Die Veranstaltung findet zweisprachig auf Deutsch und Französisch statt. / Bilingue allemand-français.
Sprechen werden Prof. Dr. Mathias Herweg, KIT, Dr. Vanessa Obry, Dozentin / Maître de conférences, Université de Haute-Alsace, Dr. Marie-Sophie Winter, DAAD-Gastdozentin / Professeure invitée, KIT.
Der Eintritt zu sämtlichen Veranstaltungen ist frei. Aus Pandemie-Gründen bitten wir um Anmeldung per email an info@ccfa-ka.de oder telefonisch: +49 721 16038-0. Es gelten die aktuellen Coronaregeln.

Eine Veranstaltung des KIT, des CCFA, der Stadtbibliothek Karlsruhe, der Literarischen Gesellschaft und des DAAD im Rahmen des Mittelalterzyklus Amour fou.

Veranstaltungsort: Literaturhaus im PrinzMaxPalais, Karlstraße 10

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Mo, 23.5.2022 | 19 Uhr | Eintritt 8,- € | ermäßigt 5,- €
Literaturhaus im PrinzMaxPalais
VERANSTALTUNG VERLEGT! NEUER TERMIN WIRD BEKANNT GEGEBEN!


„Freibeuter“ gesucht!
Pier Paolo Pasolini – ein Abend zum 100. Geburtstag. Mit Simon Strauß und Michael Rotschopf.

Künstler, Lehrer, Katholik: Pier Paolo Pasolini war alles zugleich. Am 5. März 2022 wäre Pier Paolo Pasolini 100 Jahre alt geworden. Der Autor, Dichter und Filmemacher wurde mit seinen polarisierenden und künstlerisch unvergleichlichen Arbeiten weltberühmt. Noch heute polarisiert Pasolini das Publikum. Er hat ein immenses Werk geschaffen, das zu seinen Lebzeiten zu heftigsten Kontroversen führte und bis heute nicht von seiner Strahlkraft verloren hat. Basta!

Der Autor und FAZ-Journalist Simon Strauß und der Schauspieler Michael Rotschopf stellen sich daher die Fragen: Wer war Pier Paolo Pasolini in all seiner Vielseitigkeit und seiner freisinnigen Existenz? Welche Aspekte verborgender Gedanken Pasolinis lassen sich auch heute noch ans Licht bringen?

Simon Strauß studierte Geschichte in Basel, Poitiers, Cambridge und Berlin. 2017 promovierte er an der Humboldt-Universität zu Berlin mit einer althistorischen Arbeit über »Konzeptionen römischer Gesellschaft bei Theodor Mommsen und Matthias Gelzer«. 2017 veröffentlichte er sein erzählerisches Debüt „Sieben Nächte“. Seit 2018 gehört er zum Vorstand des Vereins Arbeit an Europa e. V. und ist Initiator des europäischen Zeitzeugenprojekts „European Archive of Voices“. Er lebt in Frankfurt, ist Redakteur im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.

Michael Rotschopf absolvierte am Max-Reinhardt-Seminar in Wien seine Ausbildung zum Schauspieler und war viele Jahre im Ensemble des Burgtheaters in Wien. Fernsehzuschauer kennen Michael Rotschopf unter anderem aus der ZDF-Telenovela "Bianca - Wege zum Glück" (2004 bis 2005) und den Krimi-Serien "Stolberg" (2006) sowie "KDD - Kriminaldauerdienst" (2007 bis 2010). Rotschopf ist zudem ein gefragter Interpret von Hörspielen und Hörbüchern.

Eine Veranstaltung der Literarischen Gesellschaft und der Stephanus-Buchhandlung.

Vorverkauf: Stephanus-Buchhandlung, Tel. 0721/919520.
Literaturhaus im PrinzMaxPalais, Karlstraße 10

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Di, 24.5.2022 | 18 Uhr | Vortrag | PrinzMaxPalais

Vortragsreihe der Freunde der Staatlichen Kunsthalle Karlsruhe e.V.: Prof. Dr. Martin Papenbrock stellt die Datenbank „Informationssystem Graffiti in Deutschland“ (INGRID) vor

Prof. Dr. Martin Papenbrock, Institut für Kunst- und Baugeschichte am KIT, wird Einblicke in die Geschichte und Typologie des modernen Graffiti geben und wird von der Entstehung, dem Aufbau und der Nutzung der im Rahmen der von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Datenbank „Informationssystem Graffiti in Deutschland“ (INGRID) berichten.

Veranstaltungsort: Literaturhaus im PrinzMaxPalais, Karlstraße 10

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Juni 2022 Alle Texte einblenden

Ausstellungseröffnung: Do, 2.6.2022 | 18.15 Uhr | PrinzMaxPalais I Eintritt frei
Ausstellung: Fr, 3.6. – 28.08.2022 | Eintritt frei

Vorhang auf! Trude Schelling-Karrer: Von der Bühne zur Innenarchitektur















Copyright: © Deutsches Architekturmuseum Frankfurt und der Schelling Architekturstiftung Karlsruhe

Geschwungene, weiß lackierte Stühle, gestreifte Kissen und Markisen, bunte Stoffe und Vorhänge, lichte Farben, all dies zeichnet die Bühnenbild-Entwürfe von Trude Schelling-Karrer aus, Ehefrau des Karlsruher Architekten Erich Schelling. Die gelernte Bühnenbildnerin arbeitete schon in jungen Jahren eigenwillig und engagiert für verschiedene Theater. Ihre Arbeiten sind Zeitdokumente von Inszenierungen der 1950er und 1960er Jahre, in denen sich auch die deutsche Italien-Sehnsucht der Nachkriegszeit widerspiegelt. 1992 gründete sie mit dem Architekturhistoriker Heinrich Klotz die Schelling Architekturstiftung, deren Vorsitzende sie bis zu ihrem Tode im Jahr 2009 war, mit persönlichem Engagement stets darum bemüht, den künstlerischen Nachwuchs zu fördern und unkonventionellen Ideen öffentlich Resonanz zu verleihen. Eine Ausstellung des Deutschen Architekturmuseum Frankfurt und der Schelling Architekturstiftung Karlsruhe in Kooperation mit dem Museum für Literatur Karlsruhe.

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Mi, 8.6.22 | 19 Uhr | PrinzMaxPalais I Eintritt 10,-€ | ermäßigt 8,-€

Uwe Tellkamp: Nach „Der Turm“ (2008) erscheint endlich der lang ersehnte Fortsetzungsroman „Der Schlaf in den Uhren“











Copyright: © Heike Steinweg

14 Jahre sollte es dauern bis die lange angekündigte Fortsetzung seines Erfolgsromans „Der Turm“, mit dem Tellkamp gleich mehrere Preise gewann, nun erscheint. Nach 13 Jahren kehrt er nun auch zurück zu einer Lesung in den PrinzMaxPalais. Der Roman „Der Turm“ erlaubte einen in poetischer Sprache verfassten Blick auf die letzten Jahre der DDR aus Sicht des Dresdner Bildungsbürgertums. Die Handlung des neuen Romans mit dem Titel „Der Schlaf in den Uhren“ setzt im Jahr 2015 ein und der Leser trifft auf bereits bekannte Romanfiguren. Fabian Hoffmann, einstiger Dissident, steht im Mittelpunkt der Handlung. In Tagebuch-Form nimmt der Protagonist den Leser mit in seinen Alltag als Chronisten der Tausendundeinenacht-Abteilung der fiktiven Stadt Treva, sowie auf einen Streifgang in seine Vergangenheit nach Dresden, Berlin und Leipzig. Fabian, der für die Erstellung einer Chronik zum 25. Jubiläum der Wiedervereinigung beauftragt wurde und gleichzeitig auf der Suche nach den Verrätern seiner Schwester und Eltern ist, verwickelt sich in den Tiefen der trevischen Gesellschaft.

Uwe Tellkamp wurde 1968 in Dresden geboren, studierte Medizin in Leipzig und Dresden, sowie in New York. Neben seiner Arbeit als Unfallchirurg debütierte er 2000 mit seinem ersten Roman „Der Hecht, die Träume und das Portugiesische Café“. Unter anderem wurde er 2008 für seinen bekanntesten und erfolgreichsten Roman „Der Turm“ mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet, außerdem erhielt er 2008 den Uwe-Johnson-Preis, sowie den Deutschen Nationalpreis im Folgejahr. „Der Turm“ wurde im Jahr 2012 verfilmt.

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Mo, 20.6.2022 | 19 Uhr | PrinzMaxPalais I Eintritt 8,-€ | ermäßigt 5,-€

Das Geheimnis der Mode? Die Literaturwissenschaftlerin Prof. Dr. Barbara Vinken (dzt. Fellow am IFK, Wien) hält im Rahmen der Ausstellung „Vorhang auf! Trude Schelling-Karrer: Von der Bühne zur Innenarchitektur“ einen Vortrag zu den Themenkreisen Mode, Kostüm und Stil

Barbara Vinken, 1960 in Hannover geboren, studierte Romanistik, Germanistik und Komparatistik in Aix-en-Provence, Freiburg, Konstanz, Paris und Yale. 1989 wurde sie in Konstanz und 1992 in Yale promoviert, 1997 legte sie ihre Habilitation in Jena ab. Barbara Vinken ist seit 2004 Professorin für Allgemeine und Französische Literaturwissenschaft am Institut für Romanische Philologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU). Als Gastprofessorin lehrte sie unter anderem in New York, Paris, Berlin und Chicago.

Neben einer Vielzahl an wissenschaftlichen Publikationen wurde sie vor allem durch ihren Roman „Die deutsche Mutter. Der lange Schatten eines Mythos“ bekannt. Für ihr 2013 veröffentlichtes Buch „Angezogen. Das Geheimnis der Mode“ wurde sie im Folgejahr für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert. 2018 erhält Vinken das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland für ihren Beitrag zur kritischen Analyse des Kulturphänomens Mode.

Barbara Vinken ist außerdem Kolumnistin bei Stilfältig bei Radio Bremen, gehört zu den Kritiker*innen der 3sat Literatursendung Buchzeit und schreibt regelmäßig für Die ZEIT und die NZZ.

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Do, 23.6.2022 | 19 Uhr | Vortrag | PrinzMaxPalais | Eintritt frei

Hinter den Kulissen und im Rampenlicht zugleich: Szenografin und bildende Künstlerin Beatrix von Pilgrim. Ein Vortrag und Austausch anlässlich der neuen Ausstellung über die Karlsruher Bühnenbildnerin und Innenarchitektin Trude Schelling-Karrer











Copyright: © Thomas Knüppel

Schrill und wild, traditionell oder alternativ, beladen bis minimalistisch - Theater lebt von der Raum- und Kostümgestaltung, welche die im darstellenden Spiel erzeugten Welten realisiert. Gleichzeitig ist es ein Tätigkeitsfeld, das größtenteils hinter den Kulissen stattfindet und erst in Form des fertigen Produkts sichtbar wird, weshalb viele Details dieses Berufs verborgen bleiben. Welche Stationen werden beispielsweise vom Entwurf bis zum fertigen Bühnenbild durchlaufen? Wie wird man Bühnenbildner*in? Ist diese Arbeit fest ans Theater gebunden? Diese und weitere Fragen beantwortet Szenografin Beatrix von Pilgrim. Sie gibt einen Einblick in das vielfältige und sich laufend wandelnde Berufsbild und geht dabei auch auf Etappen ihres persönlichen Werdegangs ein.

Neben der Mitarbeit an zahlreichen Theaterproduktionen inszenierte sie eigene Video- und Lichtinstallationen sowie Performances in Kooperation mit verschiedenen Kultureinrichtungen. 2009 gründete sie zusammen mit Ingrid Lausund das freie Ensemble-Label lausundproductions in Berlin.

Ein Vortrag und Austausch anlässlich der neuen Sonderausstellung über die Karlsruher Bühnenbildnerin und Innenarchitektin Trude Schelling-Karrer.

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Di, 28.6.2022 | 19 Uhr | Lesung | PrinzMaxPalais | Eintritt 8,-€ | ermäßigt 5,-€

Momente des badischen Großfamilien-(un)glücks – Vorstellung und Lesung von Petra Hausers neuem Roman „Die Ewigkeit ist nur ein Augenblick“











Copyright: © privat

Unter dem Motto „Wurzeln und Flügel sollen den Kindern wachsen“ wird der Leser in Petra Hausers Roman in die Lebenswirklichkeit der badischen Großfamilie Sömmer entrückt. Hofmusiker Paul, Ehefrau Wilhelmine und die zehn gemeinsamen Kinder sehen sich mit dem Wunsch nach Selbstfindung und gleichzeitigem Bewahren des Rückzugsort ‚Zuhause‘ konfrontiert, alles vor der Kulisse des Badischen Landes im 20. Jahrhundert.

Petra Hauser belegte 2016 mit „Heimatstadt“ den Silberrang des Romanwettbewerbs der Literarischen Gesellschaft Karlsruhe und kehrt für die Vorstellung ihres aktuellen Romans „Die Ewigkeit ist nur ein Augenblick“ ins PrinzMaxPalais zurück.

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Juli 2022 Alle Texte einblenden

Mo, 4.7.2022 | 20 Uhr | KOHI-Kulturraum | Eintritt 8,-€

Patrick Findeis erzählt in „Paradies und Römer“ den Traum vom sozialen Aufstieg




















Copyright: © Max Zehrrahn

In seinem neuen Roman „Paradies und Römer“ nimmt Patrick Findeis mit in das Leben von Frankie, Danilo, Ferry und Ellen, die auch Jahre nach ihrem letzten Wiedersehen mit den Nachwirkungen einer von Drogen-, Gewalt und Armut geprägten Jugend zu kämpfen haben und dem Stigma ihrer Jugend entfliehen wollen. Das Paradies bei Findeis ist düster. Ungeschliffen erzählt Patrick Findeis den Traum von einem besseren Leben, von Freundschaft und Verrat.

Patrick Findeis wurde 1975 in Heidenheim an der Brenz geboren, aufgewachsen ist er im Wohnblock, an dem sich Paradies – und Römerstraße kreuzen, der namensgebend ist für seinen Roman. Heute lebt der freie Autor in Berlin.

Findeis studierte nach einer handwerklichen Ausbildung Komparatistik, Kommunikationswissenschaften und Psychologie in Bonn und ist Absolvent des deutschen Literaturinstituts in Leipzig. 2008 erhielt er für seinen Debütroman „Kein schöner Land“ den 3sat-Preis des Ingeborg Bachmann Preises. Sein zweiter Roman „Wo wir uns finden“ folgte 2012. 2011 war er Literaturstipendiat des Landes Baden-Württemberg. Seit 2016 leitet Patrick Findeis die Kölner Schreibschule für Jugendliche der SK Stiftung Kultur.

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Ausstellungseröffnung: Do, 7.7.2022 | 18 Uhr | PrinzMaxPalais I Eintritt frei
Ausstellung: Fr, 8.7. – 28.08.2022 | Eintritt frei

70 Jahre Baden-Württemberg – Geschichten und Geschichte
















Zum 70-jährigen Bestehen des Landes Baden-Württemberg würdigt die Literarische Gesellschaft mit einer multimedialen Dokumentation das Land der Dichter und Denker, ein Land, dass durch soziale, politische und technische Umbrüche und Prozesse gekennzeichnet ist und damit die Literatur nachhaltig geprägt haben. Autoren mit Landesbezug, wie Martin Walser, Peter Schneider, Christian Kracht, Lena Gorelik, Silke Scheuermann, Paul Celan und Walter Helmut Fritz stellen wir in den Mittelpunkt unseres Projektes.

Die Dokumentation verdeutlicht, dass Literatur sensibel auf „Umbruchzeiten“ reagiert. Das bezieht sich rückwirkend auf technologische Katastrophen wie Tschernobyl (1986) oder politische Umbrüche wie die Deutsche Einheit (1989/90) oder auch die Veränderungen im Zeichen der Globalisierung. Die Ausstellung ist eine Dokumentation der Zeit und damit im speziellen eine Dokumentation der Literaturbewegungen, die wir im Querschnitt präsentieren werden.

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Mo, 11.7.2022 | 19 Uhr | Buchprämiere | PrinzMaxPalais | Eintritt frei

Sara Ehsan liest aus ihrem dritten Lyrikband „Un-Liebesgedichte / Un-Love Poems. Eine Korrespondenz“, musikalisch begleitet von Shima Boloukifar an der Kamanche




















Copyright: © Max Zehrrahn

„Un-Liebesgedichte / Un-Love Poems“ ist ein gemeinsames Werk von Sara Ehsan und Alexander Carberry, ein zweisprachiger Dialog zwischen Kulturen und Identitäten.

„Wir überließen uns dem Leben und dem Schreiben.
Davon handelt dieser Gedichtband, der im Sommer 2020 entstand.
Was passiert, wenn wir die intensivsten Erlebnisse und Erkenntnisse,
die größten Abgründe und Schmerzen zu Wort kommen lassen“
Sara Ehsan

„Love, relationships and emotional pain will forever be the forge
from which emerge the most profound art.
That is why the lady sings the blues.“
Alexander Carberry

Die im Iran geborene Sara Ehsan arbeitet in Karlsruhe als Autorin, Farsi-Lehrerin, Literaturübersetzerin und Übersetzerin für die Sprachen Farsi und Dari. In den letzten zehn Jahren veröffentlichte sie Gedichtbände, Beiträge in Anthologien und Zeitschriften und arbeitete an mehreren filmischen Projekten.

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Di, 19.7.2022 | 19 Uhr | Vortrag | Bismarckgymnasium Karlsruhe | Eintritt frei

„‚Die Menschheit müssen wir ergründen‘ – Gustav Landauer – Kulturphilosoph, Schriftsteller und Anarchist“ – Ein Vortrag von Dr. Siegbert Wolf



















Erinnert werden soll an den in Karlsruhe geborenen und aufgewachsenen Kulturphilosophen, Schriftsteller, Dramaturgen und Initiator zahlreicher libertärer Projekte Gustav Landauer (1870-1919), dessen Leben maßgeblich von den Werten der Freiheit und sozialen Gerechtigkeit bestimmt war.

Als Literaturkritiker, Übersetzer, Roman- und Novellenautor, Vortragsredner und Essayist, als libertärer Sozialist, Antimilitarist und jüdischer Kulturphilosoph genoss Gustav Landauer hohes Ansehen. Er legte als erster eine umfangreiche Übersetzung der mittelhochdeutschen Predigten des Mystikers Meister Eckhart vor (1903) und wirkte mit am Hauptwerk „Beiträge zu einer Kritik der Sprache“ (1901/02) seines langjährigen Freundes, des Sprachphilosophen Fritz Mauthner. Aus dieser Kooperation entstand die Schrift „Skepsis und Mystik“ (1903), die zusammen mit der geschichtsphilosophischen Monografie „Die Revolution“ (1907) und dem programmatischen „Aufruf zum Sozialismus“ (1911) für das Verständnis von Landauers Denken und Handeln grundlegend ist.

Während der Revolution von 1918/19 engagierte sich Gustav Landauer von München aus für eine freiheitliche Umgestaltung der Gesellschaft. Unablässig warb er für ein föderatives und dezentrales Rätesystem. Anfang Mai 1919 wurde er im Zuge der Niederschlagung der Revolution brutal ermordet.











Copyright: © Dr. Siegbert Wolf

Siegbert Wolf, Dr. phil., geb. 1954, ist Historiker und Publizist in Frankfurt am Main, sowie Gründungs- und Vorstandsmitglied der Martin-Buber-Gesellschaft. Er schrieb zahlreiche Bücher u.a. über Judentum, Gustav Landauer, Martin Buber, Hannah Arendt, Jean Améry, Samuel Lewin, Antisemitismus sowie zur Frankfurter Stadtgeschichte.

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Do, 21.7.2022 | 19 Uhr | Lesung | Prinz Max Palais | Eintritt 8,-€ | ermäßigt 5,-€

Monrepos oder Die Kälte der Macht – oder: Was passiert hinter den Fassaden der Demokratie?






















Manfred Zach liest aus seinem Schlüsselroman "Monrepos oder Die Kälte der Macht“, in welchem er seine Erfahrungen in der Stuttgarter Regierungszentrale verarbeitet. Dabei nimmt er den Leser ins Innere des Machtapparats der baden-württembergischen Landespolitik zur Zeit Filbingers und Späths mit. Anhand des Aufstiegs eines skrupellosen, anpassungsfähigen Juristen zeigt er Mechanismen, Verlockungen und Gefahren des politischen Machtkampfes auf und entwirft so einen spannenden und authentischen zeitgeschichtlichen Aufklärungsroman, „[…] der selbst denjenigen Freude beim Lesen bereiten müsste, die Politik sonst langweilt." (Die Zeit)

Manfred Zach, geboren 1947 in Bad Grund (Harz), studierte Jura an der Universität in Heidelberg. Anschließend war er als Regierungsassessor beim Regierungspräsidenten und später als Pressereferent im Staatsministerium in Stuttgart tätig. Sein erstes Buch über Mao Tse-tung veröffentlichte er im Jahr 1969, diesem folgten weitere Werke über politische Sachthemen. 1996 tritt er mit seinem Roman „Monrepos oder die Kälte der Macht“ erstmals erzählerisch in Erscheinung.

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Fr, 29.7.2022 | ab 17 Uhr | PrinzMaxPalais

Die Literarische Gesellschaft verabschiedet sich mit dem Literaturfest "Sommerlese" in die Sommerpause – lassen Sie sich überraschen!











Literatur schafft Welten, Empathie und Toleranz. Die Möglichkeit sich mit anderen Literaturinteressierten unmittelbar über das Gehörte auszutauschen, ist eine wertvolle Alternative und Ergänzung zu unseren digitalen Welten. Das Literaturfest der Literarischen Gesellschaft möchte Literaturinteressierte aus der Stadt und der Region zusammenbringen und Schreibenden die Möglichkeiten bieten, Texte zu präsentieren. Der Literaturtag, der auch musikalische Programmpunkte und kulinarische Angebote beinhalten wird, reagiert mit seinem heiteren, festlichen Charakter auch auf die Pandemie und deren Auswirkungen auf die Kulturszene. Es verspricht ein kurzweiliger, erkenntnisreicher und direkten Austausch von Schreibenden, Lesenden und Zuhörenden zu werden – und ein Zwischenstopp auf dem Weg zu den von der Literarischen Gesellschaft organisierten Literaturtage Karlsruhe, welche im Oktober 2022 in einer Neuauflage stattfinden werden. Mit Unterstützung des Kulturbüros der Stadt Karlsruhe.

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Vorschau

Mi, 27.4.22 | 20 Uhr
Fatma Aydemir: „Dschinn“
(P / Acht)

Fr, 29.4.22 | 18 Uhr
Freundeskreis Karlsruhe-Halle e.V.:
Stefanie Wally und Klaus Stenzel: „Akte Denkstrukturen"

Mo, 2.5.22 | 20 Uhr
LESUNG SÜD im KOHI: t.b.a.
(KOHI-Kulturraum)

Fr, 6.5.22 – So, 8.5.22 | Jeweils 14-17.30 Uhr
Graffiti-Workshop
„Fassadenlyrik – Wenn Poetry-Slam auf Graffiti trifft“
Wusstet ihr, dass die ersten „Graffitis“ bereits im Alten Ägypten in Tempeln, Gräbern und auf Felswänden entstanden?
Im Rahmen des Literatursommers 2022

Di, 10.5.22 | 19 Uhr
Klaus Jöken: Asterix-Vortrag

Fr, 13.5.22 – Sa, 14.5.22 | Jeweils 14-18 Uhr
Puppentheater-Workshop mit Gunzi Heil und Marcus Stiefel-Dürr
„Die Poppets verspielen Worte – und ihr steigt dahinter!“
Im Rahmen des Literatursommers 2022

Mi, 18.5.22 | 18.30 Uhr
Goethe-Gesellschaft
Lesung von Mikael Vogel: „Gespensternarben"

Do, 19.5.22 | 19 Uhr
Amour fou:
„850 Jahre im Dialog. Liebespassion in deutsch- und französischsprachigen Literaturen“ mit Prof. Dr. Mathias Herweg, Dr. Vanessa Obry und Dr. Marie-Sophie Winter

Sa, 21.5.22 – So, 22.5.22 | Jeweils 10-16 Uhr
Theaterworkshop mit Nicole Hallschmid
„Unsere Geschichte(n) auf die Bühne!“
Im Rahmen des Literatursommers 2022

Do, 2.6.22 – September 2022
Ausstellung:
„Vorhang auf! Trude Schelling-Karrer – von der Bühne zur Innenarchitektur"

Do, 9.6.22 – Fr, 10.6.22 | Jeweils 12-16 Uhr
Poetry Slam-Workshop mit Natalie Friedrich
„Du hast eine Meinung oder Geschichte, die gehört werden sollte?“
Im Rahmen des Literatursommers 2022

Mi, 22.6.22 | 18.30 Uhr
Goethe-Gesellschaft:
Vortrag von Prof. Dr. Dietrich von Engelhardt: „Goethe als Patient im Urteil des romantischen Arztes, Naturphilosophen und Malers Carl Gustav Carus"

Do, 7.7.22 Juli – September 2022
Multimediale Dokumentation:
„70 Jahre Baden-Württemberg – Geschichten und Geschichte"
Eröffnung am Donnerstag 7.7.22
Im Rahmen des Literatursommers 2022

Mo, 4.7.22 | 20 Uhr
LESUNG SÜD im KOHI: t.b.a.
(KOHI-Kulturraum)

7. – 10.7.22
Besuchen Sie uns auf der art KARLSRUHE:
Mittwoch, 6. Juli (Preview)
Halle 3, Stand S03

Do, 14.7.22 – Fr, 15.7.22 | Jeweils 14.30-17 Uhr
Interview-Workshop mit Tobias Markowitsch
„Auf den Spuren von Karla Kolumna. Interview-Workshop für rasende Reporter*innen von morgen“
Im Rahmen des Literatursommers 2022

Mo, 25.7.22 – Di, 26.7.22 | Jeweils 15-18 Uhr
Schreibworkshop mit Markus Orths
„Die Schreibwerkstatt für junge kreative Köpfe“
Im Rahmen des Literatursommers 2022

Fr, 29.7.22 | t.b.a.
Literaturfest „Sommerstimmen"

Sa, 6.8.2022 | 18 Uhr
KAMUNA – Karlsruher Museumsnacht

Mo, 5.9.22 | 20 Uhr
LESUNG SÜD im KOHI: t.b.a.
(KOHI-Kulturraum)

Literaturtage Karlsruhe 2022 der Literarischen Gesellschaft ab 7.10.22 bis t.b.a.
Fr, 7.10.22 | 20.30 Uhr
Eröffnung der Literaturtage Karlsruhe 2022: Dead and Alive-Slam
(Großes Haus, Badisches Staatstheater)

Mo, 10.10.22 | 20 Uhr
LESUNG SÜD im KOHI: t.b.a.
(KOHI-Kulturraum)

Di, 11.10.22 | 19 Uhr
Amour fou:
Lesung: „Amour & Minne: Deutsch-Französische Liebesdichtung des Mittelalters im Dialog“ mit Prof. Dr. Mathias Herweg und Dr. Marie-Sophie Winter

Mi, 19.10.22 | 19 Uhr
Goethe-Gesellschaft
Vortrag von Prof. Dr. Achim Aurnhammer: „Die Vierhundert Pforzheimer – Konstruktion und Dekonstruktion einer Heldenlegende"

Mo, 7.11.22 | 20 Uhr
LESUNG SÜD im KOHI: t.b.a.
(KOHI-Kulturraum)

Mi, 23.11.22 | 19 Uhr
Goethe-Gesellschaft:
Vortrag von Stephan Schäfer: „Harzreisen im Vergleich – Texte von Goethe, Eichendorff, Heine und Andersen"

Mo, 5.12.22 | 20 Uhr
LESUNG SÜD im KOHI: t.b.a.
(KOHI-Kulturraum)

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Wenn nicht anders vermerkt, finden die Lesungen in Zusammenarbeit mit der Stephanus-Buchhandlung statt
Vorverkauf: Stephanus-Buchhandlung, Tel.: 0721 / 919520

Download: Hygienekonzept

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