Qualitative Umfrage alleinerziehender Familien, die ALG II beziehen

Interfraktioneller Antrag von GRÜNE und SPD zur Vorberatung im Fachausschuss

 

Die Verwaltung erstellt ein Konzept für eine qualitative Befragung (Direktinterviews) von alleinerziehenden Familien, die in prekären Verhältnissen leben

a.         über ihre Situation und die Möglichkeiten ihrer Teilhabe

b.         über Ideen zur Verbesserung ihrer Situation.

Die Stadtverwaltung legt dem Sozialausschuss das Konzept zur Beratung vor und informiert über die damit verbundenen Kosten

Begründung/Sachverhalt:

Kinder von Alleinerziehenden sind am häufigsten von Kinderarmut betroffen.  Der derzeitige Kenntnisstand über die Situation dieser Familien ist unzureichend. Rein quantitative Befragungsmethoden reichen nicht aus, um dicht genug an die Problemlage heranzukommen. Deshalb sind begleitend qualitative Befragungen notwendig, in denen auch individuelle Befindlichkeiten und Bedürfnisse angesprochen werden.

In der „Familienumfrage 2017“ der Verwaltung heißt es unter „Fazit“: „Die variierenden Rückläufe dieser Befragung machen deutlich, dass flankierende Befragungsmethoden für bestimmte Zielgruppen sinnvoll sind, um gerade bei alleinerziehenden ……. Familien noch tiefer und qualitativ in die Problemlagenanalyse zu gehen.“

In Tübingen beispielsweise waren Direktinterviews von Alleinerziehenden das Instrument, um besser verstehen zu können, was die alleinerziehenden Elternteile und ihre Kinder benötigen, und entsprechende kommunale Maßnahmen einrichten zu können.

Unterzeichnet von:

Verena Anlauf, Niko Riebel, Aljoscha Löffler, Zoe Mayer, Grüne Fraktion

Yvette Melchien, Irene Moser, SPD Fraktion

In der Gemeinderatssitzung am 18.05.21 wurde der Antrag zur weitern Beratung im Fachausschuss/Arbeitskreis verwiesen.

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