GRÜNE wollen Hitzeschutz in Karlsruhe mit günstiger Entsiegelung voranbringen

Grüne Fraktion Karlsruhe | Exemplarische Darstellung einer Umsetzung des Moduls L in der Herrenstraße (KI generiert)

Der vergangene Sommer hat erneut gezeigt, wie wichtig Hitzeschutz für Karlsruhe wird. Entsiegelte Flächen, mehr Stadtgrün und gesunde Bäume werden für ein angenehmes Stadtklima immer bedeutender. Gleichzeitig erschweren begrenzte finanzielle und personelle Ressourcen eine schnelle Umsetzung zusätzlicher Maßnahmen.

Die Gemeinderatsfraktion GRÜNE will deshalb vorhandene Möglichkeiten konsequenter nutzen. Dazu sollen Gelegenheiten zur Entsiegelung bei ohnehin anstehenden Baustellen frühzeitig mitgedacht werden und bürgerschaftliches Engagement bei der Pflege von Grünflächen und Planung von Entsiegelungen eingebunden werden.

Mit einer gemeinderätlichen Anfrage hatte die Fraktion bereits im frühen Sommer nachgehakt, wie das städtische Entsiegelungskonzept bei konkreten Baumaßnahmen umgesetzt wird. Die Fraktion sieht die Antwort der Verwaltung aus der Gemeinderatssitzung Ende September positiv: Künftig werden Entsiegelungsmöglichkeiten bei Leitungs- und Straßenbaumaßnahmen früher geprüft. Dazu sind unter anderem eine stärkere Berücksichtigung des Themas durch das Stadtplanungsamt in der Leitungskoordination und eine Checkliste mit Standards für die Wiederherstellung von Oberflächen vorgesehen.

Stadtrat Christian Klinkhardt, betont: „Bei vielen Baustellen werden Flächen ohnehin geöffnet. Dann sollten wir die Gelegenheit nutzen und nicht automatisch wieder alles versiegeln. In einigen Fällen ist es sogar kostengünstiger, wenn pflegeleicht begrünt wird, als die Flächen wieder zu in den vorherigen Zustand zu versetzen.“
Die GRÜNEN sind zuversichtlich, dass es in vielen Fällen möglich sein wird, Anwohner*innen zu motivieren, die entsiegelten Flächen bei Bedarf zu gießen.