Programminformationen
Februar 2026 Alle Texte einblenden
Montag, 2.2.26 | 18 Uhr | PrinzMaxPalais | Eintritt frei
Gespräch
Tiffany Krug und Prof. Dr. Mathias Herweg: Der Orient in mittelalterlicher Literatur
Der Mediävist Mathias Herweg, Leiter des Departments für Germanistische Mediävistik und Frühneuzeitforschung am Institut für Germanistik des KIT, und Tiffany Krug, Lehrerin am Bismarck-Gymnasium, liefern neue Blicke auf den Orient und sprechen unter dem Titel Dialoge zwischen Mittelalter und Moderne, Literatur und Schule unter anderem darüber, wie die praktische Anwendung im Deutschunterricht gelingen kann.
Mathias Herweg: © privat
Tiffany Krug: © privat
Literarisches Lernen ist mehr als das Verstehen von Texten. Es ist eine Reise in die Welt der Sprache, der Gedanken und in uns selbst. Wenn wir lesen, lernen wir nicht nur etwas über die Welt – wir lernen, sie mit anderen Augen zu sehen. Literatur eröffnet uns neue Perspektiven. Sie lässt uns fühlen, was andere fühlen, sie gibt uns Einblick in fremde Leben, Kulturen und Zeiten. Dabei eröffnet uns gerade mittelalterliche Literatur die Möglichkeit, unsere eigene Kultur mit historischer Distanz zu erforschen. Die Auseinandersetzung mit fremden Wahrnehmungen und Imaginationen fördert Selbsthinterfragung und Selbstkritik. Exemplarisch zeigt Tiffany Krug, wie das mittelalterliche Orient-Epos Herzog Ernst in diesem Sinne zum ‚Schulklassiker‘ werden kann und wie sie mit ihm zwischen Mittelalter und Moderne, Orient und Okzident vermittelt. In dem um das Jahr 1200 entstandenen Text wird ein Bayernherzog auf dem Weg ins Heilige Land in den fernen Orient verschlagen und arrangiert sich dort mit fremden Sprachen und Völkern.
Dienstag, 10.2.26 | 19 Uhr | PrinzMaxPalais | Eintritt 8 € | ermäßigt 6 €
Lesung und Gespräch
Prof. Dr. Sandra Richter: Rainer Maria Rilke oder Das offene Leben. Eine Biographie
Wer war Rainer Maria Rilke? Mit einem differenzierten Blick auf das Leben des Autors und unter Einbezug neuer Quellen aus dem Rilke-Archiv, das zum Deutschen Literaturarchiv Marbach gehört, zeigt Sandra Richter Rilke als Überlebenskünstler der besonderen Art: Den Widrigkeiten des Lebens wusste er mit Heiterkeit und Selbstironie entgegenzutreten. Der Zwiespalt zwischen Begeisterung und Entsetzen angesichts technischer Fortschritte und deren negativen Folgen trieb ihn um. Er liebte seine Musen und schrak doch vor festen Bindungen zurück. Rilke tritt uns in Richters Biographie nicht nur als großer Dichter entgegen, sondern als Mensch, in dem auch wir uns wiederfinden können.
Moderation: Prof. Dr. Mathias Herweg (Leiter des Departments für Germanistische Mediävistik und Frühneuzeitforschung, Institut für Germanistik, KIT)
Sandra Richter: © David Ausserhofe
Sandra Richter (*1973) studierte Politische Wissenschaft, Germanistik, Philosophie und Kunstgeschichte an der Universität Hamburg und wurde 1998 promoviert. 2008 übernahm sie die Professur für Neuere deutsche Literatur an der Universität Stuttgart. Seit 2019 ist sie Direktorin des Deutschen Literaturarchivs Marbach. Ihre Rilke-Biographie stand auf der Shortlist des Preises der Leipziger Buchmesse 2025.
Mittwoch, 11.2.2026 | 18 Uhr | Eintritt 6 € | ermäßigt 3 €
Goethe-Gesellschaft Karlsruhe
Schauspiel mit Musik
Cora Chilcott (Berlin): Shakespeare. Nachtheller Tag, du bist mein Traumgesicht
Eine Auswahl der schönsten Sonette wird mit Textauszügen u.a. aus Romeo und Julia, Othello, Hamlet, Macbeth und den melancholisch-lichtvollen Songs eines John Dowland verbunden, den der Dichter sehr schätzte. Und so entsteht ein intensives Schauspiel in neuer Gestalt, das die ewigen Themen Liebe, Schönheit, Macht und Tod durchleuchtet. Es geht um die Schönheit von Shakespeares Lyrik, um die Zeitlosigkeit ihrer Aussagen und um eine Annäherung mittels Interpretation, wobei das Ambivalente, das durch die verschiedenen Adressaten der Lyrik entsteht, besonders reizvoll erscheint.
Cora Chilcott: © Michael Joch
Die Schauspielerin und Sängerin Cora Chilcott war von 2001 bis 2014 Mitglied des Berliner Ensembles. Mit ihren verschiedenen Soli ist sie an der Berliner Volksbühne, während der Schillerwoche in Marbach, für Goethe-Institute in europäischen Hauptstädten und für die Klassik Stiftung Weimar aufgetreten.
Donnerstag, 12.2.26 | 19 Uhr | PrinzMaxPalais | Eintritt 8 € | ermäßigt 6 €
Lesung und Gespräch
Prof. Dr. Steffen Martus: Erzählte Welt. Eine Literaturgeschichte der Gegenwart. 1989 bis heute
Die Literatur ist ein Spiegel der Gegenwart, bildet ihre Umbrüche und Krisen ab. Sie zeigt die sozialen, politischen, ökonomischen und ästhetischen Zustände von Gesellschaften. In Erzählte Gegenwart (2025) stellt Steffen Martus den Versuch an, ein Bild der deutschen Literatur und ihrer Gesellschaft von 1989 bis zu den jüngsten Debatten unserer Gegenwart um Migration, Identität oder Klassismus, zu zeichnen, um so die Vielfalt der Literatur und deren Relevanz für die Gesellschaft aufzuzeigen. Steffen Martus wollte keine Geschichte der Gegenwartsliteratur schreiben, sondern viel eher auf exemplarische Weise Literatur als Gesellschaft im Kleinen betrachten.
Moderation: Prof. Dr. Stefan Scherer (Department für Neuere deutsche Literatur- und Medienwissenschaft, Institut für Germanistik, KIT)
Steffen Martus: © Annette Koroll
Steffen Martus (*1968) hat seit 2010 den Lehrstuhl für Neuere deutsche Literatur an der Humboldt-Universität zu Berlin inne. Seine Forschungsschwerpunkte umfassen die deutsche Literatur seit dem 17. Jahrhundert, die Verschränkung von Literatur und Wissenschaftsgeschichte, Fragen der Literaturtheorie sowie die Praxeologie der Geistes- und Kulturwissenschaften. Seit 1997 schreibt er u.a. für Die Zeit, die Süddeutsche Zeitung und die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Steffen Martus wurde u.a. 2015 mit dem Gottfried Wilhelm Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für sein wissenschaftliches Werk ausgezeichnet. Steffen Martus ist Mitherausgeber von IASLonline und Redaktionsmitglied von Text + Kritik.
Donnerstag, 26.2.26 | PrinzMaxPalais | Eintritt frei
Scheffel-Tag
Runder Geburtstag! Joseph Victor von Scheffel wird 200 Jahre alt
Joseph Victor von Scheffel (1826–1886) gehörte um die Jahrhundertwende mit seinen Schriften wie dem Verseepos Der Trompeter von Säckingen, dem Ekkehard, der Sammlung von Kneipen- und Studentenliedern oder dem Gaudeamus zu den bekanntesten und meistgelesenen Schriftsteller*innen seiner Zeit. In der zweiten Hälfte des 19. Jh. entwickelte sich daraus ein regelrechter Scheffelkult: Scheffel-Denkmäler wurden errichtet, seine Werke regelmäßig rezitiert und gepriesen, Bünde wurden ihm zu Ehren gegründet. Nach Auflösung des im Jahr 1889 begründeten Österreichischen Scheffelbundes, setzten sich im September 1924 Eck Freiherr von Reischach-Scheffel, Ehemann der Enkelin Scheffels, und der Mediävist Friedrich Panzer in Heidelberg zusammen und begründeten den Deutschen Scheffel-Bund. Über die Jahre wurde aus dem „Deutschen Scheffel-Bund“ der „Volksbund für Dichtung, vorm. Scheffel-Bund“ und schließlich die „Literarische Gesellschaft / Scheffelbund e.V“. Den Geburtstag unseres ursprünglichen Namensgeber und Wegweiser am 16.2.1826 möchten wir im Rahmen eines Scheffel-Tags mit unseren Mitgliedern und allen Interessierten feiern.
10 Uhr | Interaktive Kinderlesung
Manuela Trapani: Für einige Minuten in den Ekkehard
Manuela Trapani: © Manuela Trapani
150 Jahre ist es her, seit Joseph Victor von Scheffels Geschichte um die historische Person „Ekkehard“, einem Mönch, der vor noch viel längerer Zeit in der Burg auf dem Hohentwiel lebte, erschien. Der historische Roman war eigentlich für Jugendliche und Erwachsene gedacht. Manuela Trapani nimmt nun Kinder im Alter von 8 bis 12 Jahren im Rahmen einer interaktiven Lesung Für einige Minuten in den Ekkehard mit in eine Welt, die sich nicht so sehr von unserer unterscheidet: Auch die Menschen damals bewegten Gefühle wie Liebe, Ehre, Ruhm, Wissbegierde und Hass.
Manuela Trapani: © Lothar Hehmann
Manuela Trapani konzipiert und hält Lesungen für Kinder und Erwachsene, sie schreibt selbst Prosa und Lyrik. Seit 1992 ist sie Schauspielerin am Theater im Kulturzentrum GEMS in Singen am Hohentwiel, ihrem Generationentheater. Mit ihrer Literatur im Garten ist sie im deutschsprachigen Raum unterwegs.
Zielgruppe: Kinder von 8 bis 12 Jahre
Interessierte Schulen wenden sich bitte an Judith Samp unter: veranstaltungen@literaturmuseum.de oder Tel.: 0721 96498837.
Eine Kooperationsveranstaltung der Literarischen Gesellschaft mit der Kinder- und Jugendbibliothek Karlsruhe.
19 Uhr | Dichterstunde auf den Spuren Joseph Victor von Scheffels
Sebastian Mirow liest aus
Brief aus Venedig und andere Reisebilder
Sebastian Mirow: © Felix Grünschloss
Schauspieler Sebastian Mirow (Theater Baden-Baden) liest aus den Reiseberichten des einst vielgefeierten Bestsellerautors des 19. Jahrhundert. Im Anschluss spricht er mit Dr. Jürgen Oppermann, dem stellvertretenden Leiter des Museums für Literatur Karlsruhe, über Joseph Victor von Scheffels Wanderungen als Bildungserfahrung und Inspirationsquelle.
„Die Art, wie einer auf der Reise sich gibt, lehrt am besten ihn kennen“, resümiert Scheffel am Ende seines Reiseberichts Ein Tag am Quell von Vaucluse, wo er 1856 auf den Spuren des italienischen Dichters Petrarca wandert. Mit der Eisenbahn fährt er durch das Rhônetal und besucht Avignon. Grundsätzlich erscheint ihm jedoch das Wandern die angemessene Fortbewegungsart. Wandern bedeutet für Scheffel die Befreiung von den Zwängen und Normen der bürgerlichen Welt. Ein Jahr zuvor hatte er zusammen mit dem Maler Anselm Feuerbach Venedig besucht. Mit seinen Aufsätzen Aus den rätischen Alpen, Aus dem Hauensteiner Schwarzwald und den Skizzen aus dem Elsaß knüpft Scheffel an die Tradition des feuilletonistischen Reiseberichts an, die an Heinrich Heine oder Theodor Fontane erinnert.
März 2026 Alle Texte einblenden
Sonntag, 8.3. | 11 Uhr | PrinzMaxPalais | Eintritt frei
Vernissage
Ausstellung INGEBORG BACHMANN:
„ICH EXISTIERE NUR, WENN ICH SCHREIBE“
„Ich existiere nur, wenn ich schreibe, ich bin nichts, wenn ich nicht schreibe, ich bin mir selbst vollkommen fremd, aus mir herausgefallen, wenn ich nicht schreibe.” (Ingeborg Bachmann, 1972)
Ingeborg Bachmann: © Mario Dondero
Die große Aufmerksamkeit, die der österreichischen Schriftstellerin Ingeborg Bachmann (geboren am 25. Juni 1926 in Klagenfurt, gestorben am 17. Oktober 1973 in Rom) seit den 50er Jahren entgegengebracht wurde, ließ sie zu einer Ikone der Nachkriegsliteratur werden. Bis heute inspiriert sie Biograph*innen, die Literaturwissenschaft sowie Generationen von Leser*innen weltweit. Nun hat die Literarische Gesellschaft die vielbeachtete Ausstellung INGEBORG BACHMANN: „ICH EXISTIERE NUR, WENN ICH SCHREIBE“ nach ihren Stationen in München und Rom nach Karlsruhe geholt. Die Ausstellung wird bis Anfang September 2026 im Museum für Literatur im PrinzMaxPalais gezeigt und ab Oktober 2026 in Ingeborg Bachmanns Geburtsstadt Klagenfurt im Landesmuseum für Kärnten zu sehen sein.
Mehrere thematisch fokussierte Stationen dokumentieren Ingeborg Bachmanns frühen Ruhm als Lyrikerin, zeigen ihre Auseinandersetzung mit Krieg und Krankheit, beleuchten ihre Beziehungs- und Geschlechterverhältnisse sowie die Dimension ihres Schreibens. Ausgestellt werden neben Originalbriefen (u. a. von Max Frisch, Henry Kissinger, Marie Luise Kaschnitz und Nelly Sachs) auch Gedichtentwürfe und autobiographische Aufzeichnungen. Ton- und Filmdokumente verdeutlichen, wie Ingeborg Bachmanns Leben einem ästhetischen Konzept folgte, das untrennbar von ihrem Werk ist, und demonstrieren die Aktualität und anhaltende Wirkung ihrer Texte.
Im Rahmen ihrer Laufzeit bis zum 6. September 2026 wird im PrinzMaxPalais ein umfangreiches Begleitprogramm angeboten. Gefördert wird die Ausstellung durch die Kulturstiftung der Sparkasse Karlsruhe und die Baden-Württemberg-Stiftung.
Dienstag, 10.3. | 19 Uhr | PrinzMaxPalais | Eintritt 10 € | ermäßigt 8 €
Lesung und Gespräch
Im Begleitprogramm der Ausstellung INGEBORG BACHMANN: „ICH EXISTIERE NUR, WENN ICH SCHREIBE“
Ulrike Draesner: penelopes sch()iff. Mythen, Märchen und Geschichten über Frauen – ein Gespräch auch über
Ingeborg Bachmann
In penelopes sch()iff (2025) schreibt Ulrike Draesner Homers Odyssee aus weiblicher Perspektive weiter und rückt Penelope, die im antiken Epos die Rolle der treuen, wartenden Ehefrau des Odysseus einnimmt, ins Zentrum des Geschehens. Ihre Penelope ist klug, leidenschaftlich und freiheitsliebend. Als deutlich wird, dass der traumatisierte Kriegsheimkehrer Odysseus als Herrscher nicht mehr tragbar ist, sticht sie gemeinsam mit anderen Frauen in See. Die Reise führt dabei nicht nur geographisch ins Ungewisse: Alte Machtverhältnisse lösen sich auf, neue Formen von Gemeinschaft entstehen, immer mehr Frauen erheben die Stimme. So liest sich penelopes sch()iff auch als poetische Fortführung eines zentralen Bachmann‘schen Anliegens: Wie Ingeborg Bachmann macht Ulrike Draesner weibliche Stimmen gegenüber dominanten Erzählstrukturen hörbar und hinterfragt tradierte Mythen ebenso wie patriarchale Macht- und Geschlechterverhältnisse.
Ulrike Draesner: © Mellie Wang
Ulrike Draesner wurde 1962 in München geboren. Sie studierte Rechtswissenschaften, Anglistik, Germanistik und Philosophie an den Universitäten in München, Salamanca und Oxford und schloss eine Promotion in Germanistischer Mediävistik zum Thema Intertextualitätstheorien an. Sie ist Mitglied des PEN-Zentrums Deutschland, der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und der Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und der Künste. Seit 2018 ist sie Professorin für Deutsche Literatur und Erasmus-Koordinatorin am Deutschen Literaturinstitut Leipzig. Draesner erhielt mehrere Preise, darunter 2020 den Preis der Litera-Tour Nord für den Roman Kanalschwimmer, 2024 den Literaturpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung und 2025 den Christine Lavant Preis.
Gefördert durch:
Mittwoch, 11.3. | 18 Uhr | PrinzMaxPalais | Eintritt 6 € | ermäßigt 3 €
Goethe-Gesellschaft Karlsruhe
Vortrag
Dr. Kerstin Koblitz: „Die höchste Passion gilt dem absolut Verdächtigen.“ – Thomas Mann und die Musik
Thomas Mann: © gemeinfrei
Musik begleitet das Leben und Schaffen von Thomas Mann (1875 – 1955) ohne Unterlass. Doch warum ist es gerade Musik, – und nicht irgendeine andere Kunst, für die er als Interpret der „deutschen Kulturnation“ Zuständigkeit beansprucht? Bereits in der frühen Erzählung Der kleine Herr Friedemann oder im Roman Die Buddenbrooks, später im Zauberberg und weiter im Doktor Faustus macht er auf die Wirkung der Musik, zumal der Musik Richard Wagners, aufmerksam. Er diagnostiziert einen Musikkult, der nicht nur seelenbezaubernd, sondern äußerst verdächtig, zudem spezifisch deutsch sei. Wenn Thomas Mann über Musik schreibt, dann nicht, um ein erbauliches Musik-Erleben aufzuzeigen, sondern um eine Gesinnungswelt bewusst zu machen, die anfällig ist für jenen – im Zeichen des Todes stehenden – „Seelenzauber“.
Dr. Kerstin Koblitz (Karlsruhe und Baerenthal/Frankreich) studierte Germanistik und Philosophie und wurde über das Erzählwerk Martin Walsers promoviert.
Dienstag, 17.3. | 19 Uhr | Evangelische Stadtkirche Karlsruhe, Karl-Friedrich-Str. 9 | Eintritt 9 € | ermäßigt 7 €
Lesung und Gespräch
Hami Nguyen: Das Ende der Unsichtbarkeit
„Die Unsichtbarkeit machte uns lange Zeit sprachlos. Unsere Sprachlosigkeit ließ die anderen glauben, wir hätten ein gutes Leben als Vorzeigeminderheit. Sie ließ uns auch glauben, dass wir kein Anrecht auf unsere Sprache hätten. Dabei wurde uns jahrzehntelang so viel genommen und wir gaben uns damit zufrieden, hier überhaupt existieren zu dürfen, auch wenn wir mit ‚Ausländer raus!‘ immer mitgemeint waren.“
In ihrem persönlichen Buch Das Ende der Unsichtbarkeit (2023) verhandelt Aktivistin und Autorin Hami Nguyen die Themen Rassismus und Klasse am Beispiel ihrer eigenen Lebensgeschichte. Anti-asiatischer Rassismus ist im deutschen Diskurs unterrepräsentiert, weil asiatisch gelesene Menschen als ‚angepasst‘ gelten. Sie sind unsichtbar. Die Geschichten der vietnamesischen Migrant*innen in Deutschland sind kaum erzählt – dabei sind sie ein Teil der deutschen Geschichte.
Hami Nguyen: © Nava Zarabian
Hami Nguyen ist 1989 in Vietnam geboren und 1991 mit ihrer Mutter nach Deutschland geflohen, wo ihr Vater als Vertragsarbeiter in der DDR gearbeitet hatte. Sie studierte VWL, Soziologie und Politikwissenschaften in Halle / Saale und Luzern. 2022 wurde sie vom Focus zu den 100 wichtigsten Frauen des Landes gewählt. 2024 wurde ihr Debüt Das Ende der Unsichtbarkeit – Warum wir über anti-asiatischen Rassismus sprechen müssen mit dem Buchpreis der Immigrationsbuchmesse ausgezeichnet. Sie arbeitet als Bildungsreferentin und freie Autorin und setzt sich unter @hamidala_ für eine gerechtere Gesellschaft ein.
Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Citykirche Karlsruhe (Ev. Stadtkirche), der Galeristin Yvonne Hohner / Galerie Yvonne Hohner Contemporary, der UNESCO City of Media Arts (Kulturamt der Stadt Karlsruhe) im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus Karlsruhe.
Freitag, 20.3. | 15.30-16 Uhr | Leipzig, Messegelände, Forum Literaturlandschaft
Leipziger Buchmesse (19.3. bis 22.3.)
Podiumsdiskussion mit Julia Bernhard
Perspektiven der Literaturvermittlung. Literaturzeitschrift allmende 115 ‚Wo bleibt die Kultur?‘
Thema der 115. allmende-Ausgabe ist die Frage ‚Wo bleibt die Kultur?‘ Ausgangspunkt des Hefts ist die Verschärfung der weltpolitischen Lage: Wie kann die Kultur auf das ‚Rollback‘ reagieren? Welche Perspektiven der Literaturvermittlung (bleiben) bestehen? Comiczeichnerin und Illustratorin Julia Bernhard entwarf thematisch passende Comics und präsentiert diese im Rahmen eines Podiumsgesprächs. Gemeinsam mit Judith Samp und Miriam Schabinger aus dem Redaktionsteam ergründet sie unter anderem deren Entstehungsprozess: Wie kann die Komplexität in eingängigen Comics dargestellt werden, ohne dass diese trivial erscheinen? Inwiefern erlauben künstlerische Ausdrucksformen wie Literatur und Comics einen kritischen Blick auf den beschleunigten Antisemitismus, Rassismus und die Bedrohung der Diversität?
Julia Bernhard: © Stephan Dinges
Julia Bernhard lebt und arbeitet als freischaffende Comiczeichnerin und Illustratorin in Berlin. Ihre Arbeiten sind vielfach in Magazinen, Anthologien und Ausstellungen vertreten. Ihr Comic Wie gut, dass wir darüber geredet haben (2019) wurde mit mehreren Preisen ausgezeichnet, darunter dem Max und Moritz-Preis des Comicsalons Erlangen für das beste Comicdebüt. Für die Graphic Novel Simone de Beauvoir: Ich möchte vom Leben alles (2023), geschrieben von Julia Korbik, erhielten Autorin und Zeichnerin den Prix Artémisia in der Kategorie ‚Influence‘. Seit 2022 ist sie dauerhaftes Mitglied des feministischen Künstlerinnen-Kollektivs SPRING. www.juliabernhard.de
Weitere Informationen finden Sie auf www.literaturmuseum.de
ABGESAGT Samstag, 21.3. | 11 bis 15 Uhr | PrinzMaxPalais | Eintritt frei
ABGESAGT Poetry-Slam-Workshop mit Philipp Herold
Philipp Herold: © Marvin Ruppert
Ob feingeschliffene Deepness oder brachialer Humor, ob Gedicht oder Geschichte, ob Rap Lyrics oder Brandrede. Wir schreiben und performen uns ins Poetry Slam Universum zur Vorbereitung auf die U20-Stadtmeisterschaft am 18. April 2026 um 19 Uhr. Am Welttag der Poesie gibt euch der zweifache deutschsprachige Vizemeister Philipp Herold alles mit auf den Weg, was es für den ersten großen Auftritt braucht.
Teilnehmen dürfen alle Jugendlichen – egal, ob sie schon Erfahrungen haben oder noch nie einen Text geschrieben haben. Anmeldung erwünscht bis Donnerstag, 19.3.26, telefonisch unter 0721 / 96 49 88 35 oder per E-Mail an presse@literaturmuseum.de.
Dienstag, 24.3. | 19 Uhr | PrinzMaxPalais | Eintritt frei
Vortrag
Im Begleitprogramm der Ausstellung INGEBORG BACHMANN: „ICH EXISTIERE NUR, WENN ICH SCHREIBE“
Prof. Dr. Stefan Scherer: Entscheidung für die Poesie: Bachmanns Abkehr von der Philosophie
Ingeborg Bachmann wurde durch ihren Auftritt in der Gruppe 47 als Lyrikerin bekannt und sogleich als neuartige Stimme in der Nachkriegslyrik wahrgenommen. Der Vortrag bietet einen Überblick über das Gesamtwerk: von den frühen Radio-Essays, die Musil wie die Philosophie des Wiener Kreises (Wittgenstein) wiederentdecken, über die Hörspiele der 1950er Jahre, ihre Lyrik und die Erzählungen, mit denen sich Bachmann dann von der Lyrik abgewendet hatte, bis zum geplanten Todesarten-Projekt mit dem Roman Malina sowie den unvollendeten Romanfragmenten (Der Fall Franza, Requiem für Fanny Goldmann). Ingeborg Bachmann gilt als eine der bedeutendsten Lyriker*innen und Prosaschriftsteller*innen ihrer Generation und damit der deutschsprachigen Literatur der Moderne. Thomas Bernhard würdigte sie als „die intelligenteste und bedeutendste Dichterin, die unser Land in diesem Jahrhundert hervorgebracht hat.“ Die Auseinandersetzung mit ihrem Werk im Zusammenhang der Frage nach dem Weiblichen Schreiben brachte nicht zuletzt den Feminismus voran.
Stefan Scherer: © privat
Prof. Dr. Stefan Scherer lehrt am Department für Neuere deutsche Literatur- und Medienwissenschaft, Institut für Germanistik, KIT. Er ist Studiengangleiter Lehramt Deutsch, Studiengangkoordinator für die Germanistik-/Lehramt Deutsch-Studiengänge sowie Wissenschaftlicher Leiter des Schreiblabors am HoC (House of Competence) am KIT. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehört die Frage nach der Serialität und Populärkultur im Tatort.
Gefördert durch:
Mittwoch, 25.3. | 18 Uhr | Gottesauer Eck, Wolfartsweierer Straße 1 | Eintritt 14 € | ermäßigt 10 €
LitCorner
Lesung und Gespräch
Verena Keßler: Gym
Glänzende Spiegel, definierte Körper, Flirts am Tresen. Die Ich-Erzählerin beginnt ihren neuen Job im MEGA GYM. Es gibt keinen Leistungsdruck, keine Überstunden, dafür liebenswerte Kolleginnen und einen Chef, der stolzer Feminist ist. Alles perfekt – oder doch nicht? Ausgehend von einer erfundenen Mutterschaft im Vorstellungsgespräch verfällt sie zunehmend dem Leistungsdenken und dem Streben nach Selbstoptimierung. Als schließlich Bodybuilderin Vick auftaucht, wird klar, dass ein erfundenes Kind nicht das einzige Geheimnis der Erzählerin ist... Gym (2025) zeigt eine auf Optimierung ausgerichtete Gesellschaft, in der sogar eine Mutterschaft erfunden wird, um den eigenen Körper zu erklären, und ist damit ein „zeitdiagnostisches Portrait“ (der Freitag). Eine Geschichte über Obsession, Ehrgeiz und die selbstzerstörerische Kehrseite schöner Oberflächen.
Verena Keßler: © Jacintha Nolte
Verena Keßler, 1988 in Hamburg geboren, ist Schriftstellerin und Werbetexterin. 2019 war sie Stipendiatin des 23. Klagenfurter Literaturkurses. 2020 erschien der Debütroman Die Gespenster von Demmin, der mit dem Kranichsteiner Jugendliteratur-Stipendium 2021 ausgezeichnet wurde. Für ihren zweiten Roman Eva (2023) erhielt sie den Literaturpreis Der zweite Roman.
Eine Kooperation der Literarischen Gesellschaft mit dem Gottesauer Eck und der Stephanus-Buchhandlung Karlsruhe.
April 2026 Alle Texte einblenden
Mittwoch, 15.4. | 18 Uhr | PrinzMaxPalais | Eintritt 6 € | ermäßigt 3 €
Goethe-Gesellschaft Karlsruhe
Vortrag
Prof. Dr. Helmuth Kiesel (Heidelberg): Goethe und die Goethe-Gesellschaft im Dritten Reich
Goethe war nicht gerade der Lieblingsdichter der Nationalsozialisten; er war ihnen zu kosmopolitisch und zu wenig heroisch. Aber nationalsozialistische Kulturfunktionäre und regimeaffine Germanisten gaben sich denkbar große Mühe, den „deutschen Goethe“ zu „entdecken“ und in NS-affirmativem oder gar propagandistischem Sinn hervorzukehren. Auch die Goethe-Gesellschaft spielte hierbei eine beträchtliche Rolle. Der Vortrag skizziert dies auf der Basis der neueren Forschung (insbesondere der Untersuchung von W. Daniel Wilson, Der faustische Pakt: Goethe und die Goethe-Gesellschaft im Dritten Reich, 2018).
Prof. Dr. phil. Helmuth Kiesel, geboren 1947, war von 1990 bis 2015 Inhaber eines Lehrstuhls, Professor für Geschichte der neueren deutschsprachigen Literatur am Germanistischen Seminar der Universität Heidelberg. Er ist u.a. Herausgeber der Kriegsbücher Ernst Jüngers und Verfasser zahlreicher Studien zur Literaturgeschichte des 20. Jahrhunderts.
Samstag | 18.4. | 19 Uhr | PrinzMaxPalais | Eintritt frei
U20-Poetry Slam-Stadtmeisterschaft:
Wer ist Karlsruhes größtes Nachwuchstalent?
© Tobias Heyel
Ein Poetry Slam Abend der besonderen Art: Die Bühne im PrinzMaxPalais gehört den Youngstern und Rookies der Stadt. Ihr performt eure selbstgeschriebenen Texte im Wettstreit um den Titel und damit auch um die Teilnahme an der baden-württembergischen Landesmeisterschaft am 23. Mai 2026 in der Badischen Landesbibliothek Karlsruhe.
Mittwoch, 22.4. | 20 Uhr | PrinzMaxPalais | Eintritt frei
Präsentation
116. Ausgabe der allmende – Zeitschrift für Literatur:
Literaturvermittlung heute. Im Gedenken an Hansgeorg Schmidt-Bergmann
Welche Bedeutung hat Literaturvermittlung heute? Wie ist das Herzensanliegen Prof. Dr. Hansgeorg Schmidt-Bergmanns, die Literatur zu bewahren und ihre Bedeutung aufrechtzuerhalten, realisierbar? Welche persönlichen Erinnerungen an ihn haben langjährige Weggefährt*innen, Autoren, Literaturkritiker und Kolleg*innen aus der Literaturwissenschaft?
Ein vielstimmiger Blick auf das Lebenswerk des Literaturvermittlers Prof. Dr. Hansgeorg Schmidt-Bergmann entsteht durch Beiträge von Nina Haubus, Björn Hayer, Elena Henn, Mathias Herweg, Björn Kern, Kai Kauffmann, Anton Philipp Knittel, Jan Knopf, Tilman Krause, Tiffany Krug, Ricarda Lang, Marie Lopp, Annette Ludwig, Markus Orths, Kai Uwe Peter, Andreas Platthaus, Roman Pliske, Heike Schmoll, Arnold Stadler, Peter Stamm, Thedel von Wallmoden, Wolfgang Wegner u.v.m.
Donnerstag, 23.4. | 19 Uhr | PrinzMaxPalais | Eintritt 15 € | ermäßigt 10 €
Lesung und Gespräch
Dana von Suffrin: Toxibaby
Sie lieben sich. Sie ziehen zusammen. Sie adoptieren einen Hund. Und trotzdem funktioniert nichts. Herzchen ist die gefeierte Millennial-Schriftstellerin, die alles hat, noch mehr will und trotzdem unglücklich ist – Toxibaby ist Anfang vierzig und versinkt in Selbstmitleid. Doch für Herzchen ist er der Mann, der ihr alles bedeutet und ihr alles nimmt. Er ist schön, brillant, wütend auf die Welt – und auf sie. Was als rauschhafte Liebe beginnt, wird zu einem Kampf um Nähe und Selbstbehauptung, ein Spiel aus Hingabe, Abhängigkeit und intellektuellem Kräftemessen. Toxibaby (2026) ist ein erzählerisch eindrucksvoller, schonungsloser und zugleich zärtlicher Roman über eine toxische Liebe, die Fluch und Segen zugleich ist, über Beziehungsunfähigkeit und darüber, wieviel wir einander geben – und abverlangen – dürfen.
Dana von Suffrin: © Kyrill Constantinides
Dana von Suffrin, 1985 in München geboren, studierte Politikwissenschaft, Jüdische Geschichte und Kultur sowie Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft an den Universitäten in München, Neapel und Jerusalem. 2017 wurde sie an der Ludwig-Maximilians-Universität promoviert und war dort zeitweilig als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig. 2017 erschien ihr Debütroman Otto, 2022 das Hörspiel Blut und 2024 ihr Roman Nochmal von vorne. Dana von Suffrin nahm Autor*innen-Residenzen in verschiedenen Städten wahr, u.a. in Syrakus, Sofia und Krakau.
Sonntag, 26.4. | 11 Uhr | Treffpunkt: Eingang Badische Landesbibliothek, Erbprinzenstraße 15 | Dauer: ca. zwei Stunden | Eintritt 10 €
Literarischer Spaziergang
Martin Jösel: Hebels Leben, Werk und Wirkung
Geboren in Basel, in Schwetzingen vor 200 Jahren gestorben, – dazwischen die längste Zeit seines Lebens in Karlsruhe: Zunächst kam Johann Peter Hebel als Schüler ans Karlsruher ‚Gymnasium illustre‘, später ‚Lyceum‘ (heutiges Bismarck-Gymnasium); später kehrte er dorthin als Lehrer und Schulleiter zurück. Sein Zweit- und Drittberuf: Pfarrer und Dichter.
Martin Jösel, geborener Karlsruher, pensionierter Lehrer, Hebelfreund und Hebelforscher, führt die Spaziergänger*innen zu Hebels Lebens- und Wirkungsstationen: Naturkundemuseum, Ständehaus, Evangelische Stadtkirche. Hebels Schreibtisch im Museum für Literatur im PrinzMaxPalais darf da nicht fehlen. Die Spaziergänger*innen dürfen sich auf Begegnungen mit Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Weinbrenner und Karl Drais auf seinem Laufrad freuen. Im Rucksack hat Martin Jösel ein paar Hebel-Requisiten versteckt, u. a. eine echte Sechs-Kreuzer-Münze von 1808, eine Karlsruher Zeitung von 1819 und einen Rheinländischen Hausfreund des Jahres 2026.
Martin Jösel: © privat
Anmeldung erbeten bis Donnerstag, 23.4.26, telefonisch unter 0721 / 96 49 88 35 oder per E-Mail an presse@literaturmuseum.de.
Mindestteilnehmerzahl für den Spaziergang: 8 Personen.
Dienstag, 28.4. | 19 Uhr | PrinzMaxPalais | Eintritt 15 € | ermäßigt 10 €
Lesung und Gespräch
Felicitas Hoppe: Reisen
Das Leben ist eine Reise mit unbekanntem Ziel. Aber wie leben wir auf Reisen? Wie schlafen, wo wohnen, was essen wir? Wie lieben, streiten und arbeiten wir? Während wir, mit allen Risiken und Nebenwirkungen, permanent unterwegs sind, um die Welt zu erkunden und dem Ort unserer Sehnsucht ein Stück näher zu kommen… Felicitas Hoppe ist seit 30 Jahren auf Reisen und hat sogar auf einem Containerfrachtschiff die Welt umrundet. Nun legt sie eine Reisebiographie vor: In Reisen (2026) überwindet sie mit Fantasie und Erzähllust mühelos sämtliche Grenzen.
Felicitas Hoppe: © Ekko von Schwichow
Felicitas Hoppe, 1960 in Hameln geboren, veröffentlichte 1996 ihr Debüt Picknick der Friseure. 2012 erschien der autofiktionale Roman Hoppe. Für ihr Werk wurde Felicitas Hoppe mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. mit dem Georg-Büchner-Preis 2012. Außerdem hatte sie Poetikdozenturen und mehrere Gastprofessuren im In- und Ausland inne. Ihr Gesamtwerk wurde in mehrere Sprachen übersetzt. Hoppe ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und von PEN Deutschland.
NEU: Eintrittskarten online kaufen:
www.stephanusbuch.de/veranstaltungen.php Kaufen Sie Eintrittskarten zu unseren Veranstaltungen jetzt auch direkt online bei der Stephanus-BuchhandlungTickets erhalten Sie – wenn nicht anders vermerkt – bei der Stephanus-Buchhandlung. Infos entnehmen Sie immer auch unserer Website: www.literaturmuseum.de


















