GRÜNE wollen Hitzeschutz in Karlsruhe mit effizienteren Pflegepatenschaften voranbringen

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Die Fraktion GRÜNE im Gemeinderat nimmt mit einem Antrag die Pflege von Grünflächen und Stadtbäumen in den Blick: Das Gartenbauamt soll prüfen, wie die bisherigen Grünpflege-Patenschaften effizienter organisiert und weitere Formen bürgerschaftlichen Engagements eingebunden werden können. Dazu gehören beispielsweise gemeinsame großflächige Gießaktionen für besonders gefährdete Bäume.

„Beim Gießen dürfen wir nicht nur Baum für Baum denken. Wenn sich Engagierte zusammentun, können auch gemeinsame Gießaktionen für besonders gefährdete Bereiche einen großen Beitrag leisten. Solche neuen Formate wollen wir einfach möglich machen“, ergänzt Stadträtin Dr. Susanne Heynen.

Gleichzeitig wollen die Grünen bürgerschaftliche Pflege gezielt nutzen, um zusätzliche Bereiche zu entsiegeln. Stadtplanungs-, Tiefbau- und Gartenbauamt sollen kleinere, schnell umsetzbare Flächen insbesondere in Hitze-Hotspots identifizieren, bei denen Privatpersonen, Unternehmen, Initiativen oder Vereine verbindlich die Pflege übernehmen können. Eine kartenbasierte Webanwendung oder App könnte dabei helfen, geeignete Flächen sichtbar zu machen und Patenschaften einfacher zu koordinieren.

Stadträtin Dr. Sonja Klingert erklärt: „Mit bürgerschaftlichem Engagement bei der Pflege können wir zusätzliche Entsiegelung überhaupt erst möglich machen. Wenn klar ist, dass sich Menschen langfristig um eine neue Grünfläche kümmern, entlastet das die Stadt und senkt die Folgekosten. Gerade in der aktuellen Haushaltslage kann das den Unterschied machen, ob Hitze-Hotspots entschärft werden können oder versiegelt bleibt.“

Für die Grünen gehören Ausbau und Pflege des Stadtgrüns zusammen. Gelegenheiten für Entsiegelungen bei ohnehin anstehenden Baustellen nutzen, bürgerschaftliches Engagement gezielt unterstützen und so auch mit begrenzten Ressourcen zusätzliche Flächen entsiegeln, damit Karlsruhe auch in tropisch heißen Sommern für alle Bewohner*innen lebenswert bleibt.